| Bild |

Blauhai © Doug Perrine / SeaPics
| |
|
| Verbreitungskarte |

|
|
| Systematik |
Stamm: Wirbeltiere (Chordata)
Klasse: Knorpelfische (Chondrichthyes)
Ordnung: Grauhaie (Carcharhiniformes)
Familie: Grauhaie (Carcharhinidae)
Gattung: Prionace (Prionace)
|
|
|
| Namen |
| Wissensch.: | Prionace glauca |
| Deutsch: | Blauhai |
| Englisch: | Blue shark |
| Französisch: | Peau bleue |
| Spanisch: | Tiburón azul |
|
|
| Allgemeines Erscheinungsbild |
Grosser, schlanker Hai mit sehr langen Brustflossen. Lange Schnauze und grosse Augen. 1. Rückenflosse beginnt hinter dem Ende der Brustflossen. Ohne Interdorsalkamm. Kleine Kiele auf den Schwanzwurzeln.
|
|
| Färbung |
Auffallend blaue Körperfarbe, Unterseite weiss.
|
|
| Verbreitung |
Weltweit in tropischen, subtropischen und gemässigten Regionen, wobei sie eher kaltes Wasser bevorzugen (7-16°C), können jedoch auch wärmeres Wasser tolerieren (+21°C). Wahrscheinlich die weitverbreiteste Haiart überhaupt
|
|
| Biologie |
Schwimmt oft langsam an der Wasseroberfläche, so nahe dass Rückenflosse und Schwanzflosse über den Wasserspiegel hinausragen. Männchen und Weibchen leben meist in getrennten Aggregationen. Neben dem Weissspitzen-Hochseehaien und Seidenhai sind sie die häufigsten Hochseehaie. Diese Art scheint zu migrieren, wie Markierungsexperimente im Atlantik zeigten. Die Wanderungen scheinen dabei im Uhrzeigersinn mit den Strömungen zu verlaufen (Golfstrom) und markierte Haie der USA sind schon vor Spanien wiedergefangen worden. Andere, welche vor den Kanarischen Inseln markiert wurden, tauchten wieder in Cuba auf.
|
|
| Ernährung |
Frisst vorwiegend kleine Fische, aber auch Wirbellose oder Walkadaver. Blauhaie haben an ihren Kiemeninnenseiten Papillen, welches ihnen auch ermöglicht zu filtierieren (Plankton). Diese Strukturen sind innerhalb der Grauhaie einmalig.
|
|
| Grösse |
Bis ca. 380 cm, evtl. auch grösser (unbestätigt). Das Gewicht von Blauhaien über ca. 100 cm Länge lässt sich anhand folgender Formel berechnen: Gewicht (kg) = 0.45 (10 (-5.396 + 3.134 log Länge (cm)))
|
|
| Fortpflanzung |
Lebendgebärend mit Dottersack-Plazenta, bis ca. 130 Nachkommen, jedoch meist weniger (25-50), wobei die Wurfgrösse mit der Weibchengrösse korreliert scheint. Relative kleine Jungtiere: 35-45 cm. Die Jungen zeigen dabei ein schnelles Wachstum. Ein Grund, weshalb Blauhaie so viele Jungtiere haben scheint der zu sein, dass sie in der Hochsee gebären und die Jungen anderen Räubern ausgeliefert sind. Eine hohe Reproduktionsrate, ein schnelles Wachstum der Jungtiere und keine Ruhepause im Reproduktionszyklus der Weibchen scheint diesem Druck entgegenzuwirken. Geschlechtsreife wird etwa mit 5 oder 6 Jahren erreicht, bei Männchen mit einer Länge von mindestens 180 cm, Weibchen mindestens 220 cm. Obwohl noch keine Parung bei Blauhaien beobachtet werden konnte, muss auch für diese Art angenommen werden, dass Männchen die Weibchen beissen (festhalten) um zu begattern. Das wird durch Bissspuren und durch die Hautdicke belegt, welche bei Weibchen rund 3X dicker ist als bei Männchen. Die Dicke ist dabei grösser als die Zahnlänge der Männchen. Weibchen sind in der Lage sich in einem vorgeschlechtsreifen Stadium paaren zu lassen, die Spermien zu speichern und ihre Eier in der darauffolgenden Phase (wenn Geschlechtsreife erreicht) zu befruchten.
|
|
| Ähnliche Arten |
Unverkennbar durch die langen Brustflossen, den schlanken, langen Körper und die blaue Farbe.
|
|
| Gefährdungsgrad |
Status in der IUCN
Rote Liste(1994):
|
| Haupt-Kriterium: |
LR/nt (Geringeres Risiko / Potentiell Bedroht) |
| Unter-Kriterium: |
|
| Trend: |
 |
|
|
| Begegnungen mit Menschen |
Scheint potentiell gefährlich zu sein.
|
|