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 Die 7 Sinne der Haie

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Haie sind Meister der Sinne und haben zudem sieben davon

Im Meer müssen Jäger ausgezeichnete Sinne haben, um ihre entfernte oder versteckte Beute orten zu können. In über 400 Millionen Jahren Evolution haben sich die Sinne der Haie zu Hochleistungssensoren entwickelt. Sie sehen im Dunklen besser als Katzen, sie können gewisse Gerüche 10'000 mal besser als wir Menschen wahrnehmen und verfügen über einen ausgeprägten Geschmackssinn. Sie hören ausgezeichnet, empfangen und spüren auch noch die kleinsten Druckunterschiede, fühlen Strömungen und können die elektrischen Felder ihrer Beute orten.

Sinnesorgane
© Hai-Stiftung
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Auge
© Hai-Stiftung

(1)  Sehen
Sehen ist unter Wasser nur im Nahbereich zwischen 0 und, je nach Wasserverhältnissen, bis ca. 50 m möglich. Zudem werden Farben mit zunehmender Wassertiefe immer stärker absorbiert. Doch ob Jäger oder Beute, wer unter diesen Umständen besser sieht, ist im Vorteil. So haben Haie Methoden zur Lichtverstärkung im Auge entwickelt, die effizienter sind, als die der nachtjagenden Säugetiere wie Katze, Fuchs oder Wolf.

Haie sehen gut, in der Dämmerung sogar besser als Katzen.

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(2)  Geruchssinn
Der Geruchssinn der Haie für bestimmte Stoffe kann bis 10'000 mal empfindlicher sein als der des Menschen. Sie können den Geruch von Beute über hunderte von Metern exakt orten.

(3)  Geschmack
Die Entscheidung, ob eine Beute gefressen werden kann oder nicht, hängt schlussendlich von deren Geschmack ab. Haie haben ein sehr gutes Geschmacksempfinden und so ist es nicht erstaunlich, dass sie Unbekanntes erst einmal versuchen, bevor sie es fressen.
Geruchssinn
© SeaPics / Hai-Stiftung

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Elektrischer Sinn
© Hai-Stiftung

(4)  Elektrische Sensoren
Die wohl faszinierendste Sinnesleistung der Haie ist die Wahrnehmung elektrischer Felder. Jedes Lebewesen produziert elektrische Felder, sei es mit seinem Herzschlag, der Muskelbewegung oder dem Gehirn. Ein Beutetier kann sich noch so gut verstecken oder tarnen, seine elektrischen Felder kann es nicht verbergen.
Die Elektrosensoren der Haie sind die Lorenzinischen Ampullen. Sie kommen nur bei Haien und Rochen vor. Sie bestehen aus der eigentlichen Ampulle und einem langen, mit einer gallertartigen Substanz gefüllten Kanal, der in einer Pore endet. Am Kopf und vor allem im Schnauzenbereich der Haie sind hunderte solcher Porengruppen erkennbar. Da die elektrischen Impulse von Beutetieren sehr schwach sind, funktionieren die Elektrosensoren nur in einem Bereich von einigen 10 Zentimetern.
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(5)  Gehör
Schall verbreitet sich unter Wasser ca. vier mal schneller als an Land, wobei niedrige Frequenzen weniger schnell verschwinden als hohe. Hören ist entsprechend ein wichtiger Sinn für die Haie. Sie reagieren besonders auf niederfrequente, pulsierende Schwingungen um 100 Hz, wie sie von kranken oder verwundeten Tieren produziert werden. Einige Haiarten können so ihre Beute über eine Distanz von mehreren Hundert Metern exakt orten.
Ohr
© Hai-Stiftung

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Seitenlinie
© SeaPics / Hai-Stiftung

(6)  Tastsinn
Haihaut enthält hochempfindliche Druck- und Temperatursensoren. Einige dieser Sensoren sind derart empfindlich, dass sie Bewegungen der Haut von nur 0.02 mm registrieren können. Die Haie fühlen mit diesen Sensoren Berührungen, Wasserströmungen und Temperaturänderungen.

(7)  Drucksensoren

Seitenlinie
Das Seitenlinienorgan der Haie verläuft von der Kopfregion bis zur Schwanzspitze. Es enthält in Gallerte eingebettete Sinneszellen und ist durch kleine Poren mit der Oberfläche verbunden. Die Gallerte leitet Druckwellen an die Sinneszellen weiter.

Grubenorgan
Das Grubenorgan besteht aus zwei vergrösserten Placoidschuppen, die eine kleine Grube in der Haut überdecken. Am Grund dieser Grube liegt eine Ansammlung von Sensorzellen. Grubenorgane kommen bei einigen Haien in grosser Anzahl auf dem Rücken, den Seiten und dem Unterkiefer vor. Die genaue Funktion der Grubenorgane ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich registrieren Haie mit ihren Grubenorganen mechanische Reize wie Wasserströmung.

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Haie erfassen und erkunden mit ihren sieben Sinnen die Unterwasserwelt. Um als Jäger erfolgreich zu sein sind scharfe Sinne überlebenswichtig. Doch auch um 400 Millionen Jahre erfolgreich im Ozean überleben zu können, war die Entwicklung scharfer Sinne eine Grundvoraussetzung.


Sinne und Distanzen

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