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 Fakten zur Bedrohung der Haie: Finning

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Finning

Finning

Haiflossen Suppe
 
Finning

Finning wird das grausame Abschneiden der Flossen von Haien, oft noch bei lebendigem Leib, genannt. Der Rumpf des Haies wird dann als übeflüssiger Ballast über Bord geworfen. Die Haiflossen machen nur ca. 14% des Gesamtgewichtes eines Haies aus, bringen aber auf dem internationalen Markt wesentlich mehr ein als Haifleisch. Bestehen in seltenen Fällen Verbote, wird gewildert.

Finning ist grausam aber lukrativ, für ein Kilo Haiflossen werden in Asien im Schnitt über 100 US Dollar bezahlt.

Fakten

Hong Kong und Festland China dominieren den weltweiten Haiflossen-Markt. 50% der weltweit gehandelten Haiflossen gehen in diesen Markt, 80% der in Hong Kong gelandeten Flossen gehen weiter auf das chinesische Festland, 2003 waren das 11'000 Tonnen und der Markt wächst um 5% jährlich. 3'500 Tonnen werden direkt an das chinesische Festland geliefert.
Problematisch ist, dass der Flossenhandel fast nicht kontrolliert wird. Flossen von Arten, die unter CITES-Schutz (the Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) stehen, fliessen unkontrolliert in den Markt, warnt TRAFFIC. Diese Arten sind Walhaie, Riesenhaie und Weissen Haie.
Quelle: Business Report, September 2004

1980 wurden nach offiziellen Angaben weltweit ca. 3'000 Tonnen Haiflossen gehandelt. 2004 waren es 22'000 Tonnen. Eine Menge, die in Wirklichkeit sicher um ein Mehrfaches höher lag.

Statistiken aus Taiwan, Singapur und dem Weltzentrum des Flossenhandels Hong Kong deuten auf ein explosionsartiges Wachstum des Handels mit Haiflossen hin. 1999 wurden nach offiziellen Angaben der Zollbehörden von Hong Kong 6954 Tonnen Haiflossen zum Wiederexport freigegeben. Sie gingen vorwiegend nach Taiwan, Singapur, Malaysia, Korea und China.

Bis 1987 war China nur unwesentlich am Flossenhandel und -konsum beteiligt, da die Regierung sich gegen Wohlstand aussprach und Haiflossensuppe als unpassendes Statussymbol angesehen wurde. Durch den Aufschwung von Bejing und Shanghai wurde für die neue Mittelklasse eine Grundlage für Wohlstand und damit auch ein Absatzmarkt für Haiflossen geschaffen. Entsprechend hat China selbst begonnen, Haie zu fischen. Die Mengen sind nicht bekannt, doch stieg die Anzahl von Hochleistungsschiffen (500 BRT), die dafür geeignet sind, von einem Schiff im Jahre 1975 auf 26 Schiffe im Jahre 1992. 1996 hatte Shanghai alleine bereits 64 Schiffe. Chinesische Fangschiffe werden vorwiegend im Nordpazifik, dem Atlantik und im indischen Ozean gesichtet.

Taiwan rangiert auf Platz fünf im weltweiten Haiflossenhandel. Es unterhält die weltweit grösste Fischereiflotte, die primär in internationalen Gewässern fischt, weg von den eigenen Hoheitsgewässern.

Erst wenige Staaten haben Finning Restriktionen eingeführt: Kanada (1994), Brasilien (1998), USA (2000), Spanien (2002), Costa Rica (2005). Gewisse Restriktionen gelten auch in Südafrika, England, Mauretanien, Mexiko, Malta, Namibia, Oman, den Philippinen und Israel.

Neueren Schätzungen zu Folge exportierte Singapur 2001 Haiflossen im Wert von 40.6 Millionen Dollar. Restaurants in dieser Stadt bezahlen bis zu 4000 Dollar pro Kilogramm Flossen.
Quelle: Reuters

15.12.2000:   Finning wird in US Gewässern verboten
Nach zweijährigem Kampf verabschiedete der amerikanische Kongress am 7. Dezember 2000 den Gesetzesvorschlag, der Finning, das Abschneiden der Flossen von Haien, in den US Hoheitsgewässern verbietet. Das Repräsentantenhaus hatte den Entwurf schon im November verabschiedet. Der Gesetzesvorschlag muss noch vom amerikanischen Präsidenten unterzeichnet werden, um Gesetz zu werden.
Quelle: Carrie Collins, Ocean Wildlife Campaign


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