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 Fakten zur Bedrohung der Haie: Fischerei

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Fischerei

Beifang

Fischerei
 
Fischerei

Die Hai-Bestände an der Ostküste der USA sind in den letzten 15 Jahren massiv zurückgegangen. Die Zahl der Hammerhaie sank um 89%, die der Fuchshaie um 80%, die der Weissen Haie um 79%. Die Populationen der Ozeanischen Weissspitzenhaie, Tigerhaie, Blauhaie und Makos sanken um 70%, 65%, 60% bzw. 40%. (Quelle: Baum et al. 2002).

Kanadische Forscher melden einen Rückgang von Ozeanischen Weissspitzenhai Populationen um 99%. Sie wurden in gewissen Regionen beinahe ausgelöscht (Quelle: Baum and Myers 2003).

Haie werden nicht nur aktiv für ihr Fleisch, ihre Flossen oder Knorpel befischt. Millionen Haie sterben, als unverwertbarer Beifang, in den Netzen und Longlines der schwimmenden Fischfabriken.

Walhaie und Riesenhaie wurden 2002, die Weissen Haie 2004 von CITES in den Appendix II des Artenschutzabkommens aufgenommen. Diese Arten sind derart bedroht, dass der grenzüberschreitende Handel mit Produkten dieser Haie verboten werden musste.

Der "Internationalen Aktions Plan für Haie" von CITES und der FAO (Food and Agricultural Organization) stellt fest, dass:
  • mehr als 100 der über 400 Hai-Arten kommerziell genutzt werden
  • viele dieser Hai-Arten zu intensiv genutzt werden und ihr langfristiges Überleben nicht mehr garantiert werden kann
  • der internationale Hai-Handel viel zu wenig überwacht und kontrolliert wird.

Laut Statistiken der FAO (Food and Agricultural Organization) und TRAFFIC, dem Überwachungsorgan des WWF für den Handel mit Wildtieren, werden jährlich über 800'000 Tonnen oder mehr als 100 Millionen Haie gefangen.

TRAFFIC stellt fest, dass, obwohl Haie durch ihre späte Geschlechtsreife und die wenigen Jungen besonders unter Überfischung leiden, die Hai-Fischerei in Europa weder national noch regional reguliert ist.

Die Langleinen Fischerei brachte 1991 weltweit 8.3 Millionen Haie (232'425 Tonnen) ein. Es wird vermutet, dass etwa die Hälfte davon Blauhaie waren.
Von diesen 8.3 Millionen Haien wurden mehr als 203'000 Tonnen weggeworfen, das sind 87%!

Zwischen 1984 und 1998 importierte die EU jährlich 37'000 Tonnen Haifleisch. Im selben Zeitraum exportierte sie 13'325 Tonnen Hai.

Zwischen 1988 und 1994 importierte die EU 143'770 Tonnen Dornhaie. Dornhaie, die Lieferanten von «Schillerlocken», «Kalbsfisch», «Seeaal» oder «Fish & Chips» sind stark bedroht und in europäischen Gewässern fast ausgerottet (siehe auch den Shark Info Artikel: Requiem für die Schillerlocken «»).

Die Bestände der Sandbankhaie wurden in den letzten 10 Jahren durch Überfischung um 85-90% reduziert.

In den USA, entlang der Atlantikküste und des Golfs von Mexiko werden jährlich ca. 2.5 Millionen Haie von Sportfischern gefischt, was einer Menge von 35'000 Tonnen entspricht. Davon werden ca. 20-40% (7'000 - 14'000 Tonnen oder 500'000 - 1'000'000 Haie) getötet.



Quelle:
Baum, J. K. and R. A. Myers. 2003. Shifting baselines and the decline of pelagic sharks in the Gulf of Mexico Ecology Letters. Volume 7 Issue 2 Page 135.

Baum, J. K., R. A. Myers, D. G. Kehler, B. Worm, S. J. Harley, and P. A. Doherty. 2003. Collapse and Conservation of Shark Populations in the Northwest Atlantic. 10.1126/Science.1079777.

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