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Die Stiftung unterstützt Projekte finanziell und beratend. Zur Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung verlangt sie jährlich Projekt-Berichte. Die Projekte der Hai-Stiftung werden bei Bedarf vom > Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung begutachtet, der aus hochkarätigen Hai-Forschern und Wissenschaftlern besteht.

Um die verschiedenen Projekte durchführen zu können, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Sie können direkt die verschiedenen Projekte unterstützen, indem Sie auf dem > Einzahlungsschein oder einer > Banküberweisung den entsprechenden Spendencode eintragen.


 Molekulargenetische Hai Untersuchungen

Spendencode: Identifikation

Wer kann die Hai-Art, von der diese Haiprodukte stammen, feststellen?

Identifikation
© Prof. M. J. Shivji / Innerspace Visions / Hai-Stiftung

Vor dieser Frage «was war das für eine Hai-Art» stehen sowohl Fischereifachleute als auch Zollinspekteure, wenn sie eine Ladung schon verarbeiteter Haie untersuchen. Oft können dann nicht einmal Haispezialisten diese Frage eindeutig beantworten.

Befürworter der Haifischerei argumentieren, dass die Fischer die gefangenen Haiarten nicht identifizieren können. Nur, wenn es um die Haiflossen geht, wissen die Fischer sehr genau, welche Flossen den besten Preis am Markt erzielen.
Fischereiüberwacher und Zollinspektoren dagegen, die Fänge im Hafen oder an der Grenze kontrollieren müssen, sehen sich oft ausserstande, Flossen oder schon verarbeitete Haie eindeutig einer bestimmten Art zuzuordnen. Ihnen fehlen einfach zu handhabende Methoden zur Identifikation der Arten. Sie sind somit nur selten in der Lage, Fischern das Fangen von geschützten Haiarten nachzuweisen.

Solange die Fänge nicht eindeutig und rechtsgültig identifizierbar sind, können die Fischer weiter wahllos Haie fangen. Zudem können Richtlinien für die Fischerei und den Schutz bestimmter Haiarten, deren Bestände nachgewiesener Massen massiv zurückgehen, erst erlassen werden, wenn bekannt ist, wo wieviele Individuen von einer bestimmten Haiart gefangen werden.

Im Labor von Prof. Mahmood Shivji an der Nova Southeastern Universität in Florida, ist man dem Problem der Hai-Identifikation nachgegangen.
Ziel des Projektes ist, molekularbiologische, einfach zu handhabende Werkzeuge zu entwickeln, die es Zöllnern oder Fischerei-Überwachern ermöglichen, Haie und Teile von Haien schnell und einfach identifizieren zu können.
Das Team von Prof. Shivji entwickelt molekularbiologische Tests, ähnlich dem Vaterschaftstest, die gewisse Haiarten anhand kleinster Gewebeproben identifizieren können. Die Tests basieren auf der Analyse des Erbgutes (DNA), das für jede Art und jedes Individuum einzigartig ist.


 
 Hai-Identifikations Projekt

 

PCR Gel
© Prof. M. J. Shivji / Hai-Stiftung
Abbildung: Mit Hilfe der Gelelektrophorese können viele Proben gleichzeitig untersucht werden.

Die Fischereiüberwacher und Zollinspektoren nehmen kleine Gewebeproben der Ladung und schicken sie an ein nahegelegenes Labor zur Untersuchung. Ein paar hundertstel Gramm reichen für eine derartige Untersuchung aus. Heute kann jedes Labor solche Routineuntersuchungen in kürzester Zeit durchführen.

Das Projekt zur Identifikation von Haien war 2003 prominent in den Medien vertreten. Speziell die Möglichkeit zur Identifikation von Weissen Haien (Carcharodon carcharias) war im Zusammenhang mit dem Schutz der Weissen Haie durch CITES ein grosser Schritt nach vorne. Prof. Shivji hat mit seinen Methoden auch Analysen der Hai-Flossen auf chilenischen und asiatischen Fischmärkten durchgeführt. Seine Untersuchungen haben es ermöglicht, eine Beziehung zwischen den von Flossenhändlern in Hong Kong benutzten chinesischen Bezeichnungen und den wissenschaftlichen Artnamen herzustellen. Mit diesen Informationen konnte zum ersten Mal analysiert werden, welche Haiarten am häufigsten für den internationalen Flossenhandel gefangen werden. Diese Information hat auch erste quantitative Analysen des internationalen Flossenhandels ermöglicht. Zirka 73 Millionen Haie werden jährlich allein für den internationalen Handel mit Haiflossen abgeschlachtet.

"Jungfernzeugung"

Die von der Hai-Stiftung unterstützte Forschung von Prof. Shivji führte auch zu wichtigen neuen Erkenntnissen im Bereich der Fortpflanzungsbiologie der Haie. Die Gruppe von Prof. Shivji hat kürzlich entdeckt, dass weibliche Haie Junge gebären können, ohne dass ihre Eier von männlichen Haien befruchtet wurden. Diese erstaunliche Entdeckung von "Jungfernzeugung", wissenschaftlich Parthenogenese genannt, bei Haien erregte weltweit breites Medieninteresse und führt nun dazu, dass Lehrbücher über Wirbeltier-Fortpflanzung überarbeitet werden müssen, um diese neuen Erkenntnisse zu berücksichtigen.


> Publikationen

Die Stiftung teilfinanziert das Projekte seit Juni 2000 mit bisher ca. 113'000 CHF

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© 1997 - 2017 Hai-Stiftung / Shark Foundation letzte Änderung 05.06.16 10:07 / Webmaster