English Pages  
 Home  Hai-Schutz  Hai-Infos *  Stiftung  Projekte  Ausstellung  Datenbank  Galerie  Shop  Links  Shark Info 
 Hai-Stiftung   * Jahresberichte   Sponsoren   Aktionen   Publikationen   FAQs   Spenden  Sitemap  Sitemap 

Jahresbericht der Hai-Stiftung für das Jahr 2008

März 2009
Jahresberichte:    2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009  > 2008   2007   2006   2005  > 1998-2004 

Generell

Stiftung   Die Stiftung war 2008 wieder aktiv an Haischutz-Aktionen beteiligt. Neben der Projektunterstützung konnte die Ausstellung am sehr guten Standort "Deutsches Meeresmuseum / Ozeaneum Stralsund" platziert werden. Alle Projekte liefern zufrieden stellende Resultate, speziell das Zitronenhai Projekt in Jupiter und das Hai-Identifikationsprojekt kommen gut voran und liefern wertvolle Resultate. 2008 wurden im Rahmen der Projekte 3 wissenschaftliche Artikel in Fachzeitschriften und zwei Poster (Engelhaie) veröffentlicht. Das für den Haischutz wichtige Projekt über Engelhaie in Gran Canaria ist neu ins Projektportfolio der Stiftung aufgenommen worden.

Im Februar lieferte die Stiftung Hai-Dekorationsmaterial für das Schauspielhaus Zürich, das ein grosses Fest zum 175. Jubiläum der Universität Zürich organisierte.

Auch 2008 erhielt die Stiftung wieder grosse und kleine Spenden von grossen und kleinen Hai-Freunden, die unsere Arbeit unterstützen wollen.

Unsere Stiftung besteht inzwischen 12 Jahre und wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Spendern und Gönnern ganz herzlich bedanken. Ohne Ihre Mithilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich!


US Shark Foundation   Die US Shark Foundation wurde auch 2008 als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Miami, Florida, registriert. Gary und Brenda Adkinson sowie Prof. Mahmood Shivji sind als Direktoren der US Stiftung eingetragen. Auch 2008 war die US Shark Foundation selbsttragend.

Administrative Gesamtkosten bisher ca. CHF 36'000.


Projekte


Hai-Ausstellung

> mehr

  Die Ausstellung wurde am 24. Juli 2008 am Deutschen Meeresmuseum und Ozeaneum Stralsund durch Dr. Alexander Godknecht eröffnet und fand auch in den Medien reges Interesse. Sie wird am Meeresmuseum bis Ende Januar 2009 zu sehen sein. Bis Ende Dezember wurde die Ausstellung von ca. 20'000 Besuchern gesehen. Mit dem Meeresmuseum und auch Fischereiverantwortlichen der Region konnten sehr gute Kontakte geknüpft werden.

Ausgaben/Investitionen 2008: ca. 8'630 CHF
Ausgaben/Investitionen bisher: ca. 200'000 CHF

 
Hai-Identifikation

> mehr

  Prof. M. Shivji von der Nova Universität in Florida und seine Mitarbeitenden waren auch 2008 sehr erfolgreich. Das von der Stiftung und unserer US Tochterstiftung seit Juni 2000 unterstützte Projekt versucht einerseits, anhand der Analyse kleinster Gewebeproben Haie zu identifizieren und ihre regionale Herkunft zu bestimmen. Andererseits soll mit ähnlichen Analyse-Methoden sowohl die mehrfache Vaterschaft als auch Jungfernzeugung bei Haien zu untersucht werden. Beide Untersuchungen liefern wichtige Informationen über das Leben der Haie und dienen dem direkten Schutz der Haie. Mit der eindeutigen Identifikation von Haien und auch deren Herkunft wird es für illegale Fischer immer schwieriger, die Fischereiaufsichtsbehörden zu täuschen. Das Wissen um die verschiedenen Fortpflanzungsmethoden bei Haien verschafft uns tieferen Einblick in ihre Biologie und ermöglicht so einen gezielten Schutz.
Das Projekt zur Identifikation von Haien war 2003 prominent in den Medien vertreten. Speziell die Möglichkeit zur Identifikation von Weissen Haien (Carcharodon carcharias) war im Zusammenhang mit dem Schutz der Weissen Haie durch CITES ein grosser Schritt nach vorne. Prof. Shivji hat mit seinen Methoden auch Analysen der Hai-Flossen auf chilenischen und asiatischen Fischmärkten durchgeführt. Seine Untersuchungen haben es ermöglicht, eine Beziehung zwischen den von Flossenhändlern in Hong Kong benutzten chinesischen Bezeichnungnen und den wissenschaftlichen Artnamen herzustellen. Mit diesen Informationen konnte zum ersten Mal analysiert werden, welche Haiarten am häufigsten für den internationalen Flossenhandel gefangen werden. Diese Information hat auch erste quantitativen Analysen des internationalen Flossenhandels ermöglicht. Zirka 73 Millionen Haie werden jährlich allein für den internationalen Handel mit Haiflossen abgeschlachtet.

"Jungfernzeugung"

Die von der Hai-Stiftung unterstützte Forschung von Prof. Shivji führte auch zu wichtigen neuen Erkenntnissen im Bereich der Fortpflanzungsbiologie der Haie. Die Gruppe von Prof. Shivji hat kürzlich entdeckt, dass weibliche haie Junge gebären können, ohne dass ihre Eier von männlichen Haien befruchtet wurden. Diese erstaunliche Entdeckung von "Jungfernzeugung", wissenschaftlich Parthenogenese genannt, bei Haien erregte weltweit breites Medieninteresse und führt nun dazu, dass Lehrbücher über Wirbeltier-Fortpflanzung überarbeitet werden müssen, um diese neuen Erkenntnisse zu berücksichtigen.

2008 konnten zwei wissenschaftliche Arbeiten zur Jungfernzeugung und zum Hai-Flossenhandel in Chile in einem Fachjournal veröffentlicht werden: > Publikationen


Investitionen 2008: ca. 24'200 CHF
Investitionen bisher: ca. 137'000 CHF

 
Kinderstuben

> mehr

  Das Projekt Hai-«Kinderstuben» in Rookery Bay, 10'000 Islands wird weiterhin von Pat O'Donnell in Zusammenarbeit mit dem Mote Marine Lab betreut. 2008 konnten weitere Junghaie markiert werden. Die Datenbasis für die spätere Analyse des Einflusses der Restauration der Sumpfgebiete konnte so auf 816 markierte Junghaie erweitert werden. Bis Ende 2008 wurden für das Projekt insgesamt über 7'400 Stunden von Freiwilligen geleistet. 2008 wurden vom Projektleiter keine Gelder beantragt. Für 2009/10 werden je 4'500 Dollar zurückgestellt.

Investitionen 2008: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 21'100 CHF



Riesenhaie

> mehr

  Die Untersuchung von Kinderstuben und Wanderungen der Riesenhaie vor Wales und Schottland (wissenschaftliche Leitung Colin Speedie) ist erfolgreich und wird weiterhin von der Stiftung unterstützt. Die Untersuchungen wurden 2007 auf folgende Regionen ausgeweitet: Cornwall, Devon, Whales, Irische See, Clydes, Hebriden. Erste Daten sind sehr interessant. Eine erste wissenschaftliche Publikation erschien 2005, weitere Veröffentlichungen werden ab 2009 erwartet. Das Projekt wurde in diversen englischen Tierschutz-Zeitschriften erwähnt. Lieder mussten die Untersuchungen mitten in der Saison 2008 abgebrochen werden, da das Untersuchungsschiff, die "Forever Changes", mit einem massiven Ruderschaden abgewrackt werden musste. 2009 werden die Untersuchungen mit einem neuen Schiff, der "Pelerin" (Franz. Riesenhai), weitergeführt.
Ende 2008 wurde der Riesenhai Bericht (Englisch) auf den Web-Seiten von Natural England publiziert.

2008 stellte die Stiftung dem Projekt wieder ihre Digitalkamera zur Verfügung.


Unterstützung 2008: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 43'210 CHF



Bullenhai Markierung Fidschi
(2. Teilprojekt)

> mehr

  Für nahezu alle Haiarten fehlen biologische Daten, speziell über ihre exakten geographischen und lokalen Verbreitungsgebiete, ihr Migrationsverhalten oder zuverlässige Zahlen zu Populationsgrössen. Dies trifft auch auf weitverbreitete, küstennah lebende Arten wie den Bullenhai (Carcharhinus leucas) zu.
Die Stiftung unterstützt das Projekt seit 2004. 2007 - 2008 wurde am Shark Reef, Fidschi, ein dichtes Netz von stationären Empfängern aufgebaut und diverse Bullenhaie mit akustischen Sendern markiert, um die kleinräumigen Bewegungen der Bullenhaie in der Region genauer untersuchen zu können. 2008 wurde zudem das Wasseranalyse-Gerät (CTD) der Stiftung vom Riesenhai-Projekt in England nach Fidschi geschickt, um zusätzliche Informationen zur Wasserqualität in der Beobachtungsregion zu erhalten.


Investitionen 2008: 4'600 CHF
Investitionen bisher: ca. 41'200 CHF



Haischutz Zone Fidschi

> mehr

  Das Haischutz-Zonen Projekt der Stiftung auf Fiji unterstützt das Projekt von Mike Neumann, das die Verwandlung des "Shark Fin Reefs" vor der Südküste von Viti Levu in eine Haischutz-Zone, zum Ziel hat.
Die Stiftung finanzierte in einem ersten Schritt das 10 m Motorboot "Reef Warden". 2006 wurde die Haischutzzone erweitert. Die Stiftung übernahm 2006 die Garantie über CHF 3'600, die dem einem neu an der Schutzzone beteiligten Dorf für die Überlassung der Nutzungsrechte seines Riffgebietes bezahlt werden.
Das Projekt läuft heute aus eigener Kraft und hat 2008 keine Unterstützung durch die Stiftung verlangt. Die Stiftung wird das Projekt, bei Bedarf, weiterhin unterstützen.
2008 wurde die "Reef Warden" verkauft, da eine grössere Überholung nicht mehr sinnvoll war. Sie wurde durch ein neues Schiff der Tauchbasis ersetzt. Der Erlös aus dem Verkauf wird dem Bullenhai Tagging Projekt zur Verfügung gestellt.


Investitionen 2008: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 31'300 CHF



Zitronenhaie Jupiter
(Florida / USA)

> mehr

  Die Stiftung unterstützt seit Ende 2006 ein Forschungsprojekt zur Untersuchung einer Zitronenhai-Population in Jupiter (Florida/USA). Das Projekt wird vom weltbekannten Haiforscher Prof. Samuel "Doc" Gruber geleitet und zusammen mit dem Shark Lab (Bimini, Bahamas) realisiert.

In Jupiter sammeln sich in der Wintersaison hunderte von Zitronenhaien. Oft liegen sie ruhig auf dem Meeresgrund und scheinen auf etwas zu warten. Ziel des Projektes ist es, dieses aussergewöhnliche Verhalten genauer zu untersuchen. Hierfür werden ausgewählte Weibchen und Männchen mit akustischen Sendern versehen. Mit Hilfe von stationären Empfängern sollen die Bewegungen der Haie analysiert werden. Zusätzlich zur Analyse des Schwimm- und Wanderverhaltens der Haie werden biochemische und molekularbiologische Analysen durchgeführt.


Unterstützung 2008: 19'500 CHF
Investitionen bisher: ca. 53'000 CHF



Hai-Schutz Hong Kong

  Hong Kong ist die internationale Drehscheibe im Haiflossen Handel. Mehr als 70 % aller Haiflossen werden via Hong Kong in die asiatische Region und speziell das chinesische Festland transportiert. In Zusammenarbeit mit den in Hong Kong lebenden Photographen Alex Hofford und Paul Hilton soll eine Aufklärungskampagne über den Haiflossen-Handel aufgebaut werden. Mit Fotos und Filmmaterial von Alex und Paul soll eine Ausstellung und eine Info-Broschüre erstellt werden. Sollte dieses Projekt Erfolg haben, soll die Informationskampagne auf das chinesische Festland ausgedehnt werden. Die Stiftung unterstützt das Projekt finanziell und mit ihrer Erfahrung sowie Material aus der > Hai-Ausstellung.

Unterstützung 2008: 11'300 CHF
Investitionen bisher: ca. 14'700 CHF



Engelhaie in Gran Canaria

Neues Projekt

> mehr

  14 von 21 Engelhaiarten stehen auf der Roten Liste des IUCN (2006) der stark bedrohten Hai-Arten, so auch der Engelhai Squatina squatina. Squatina squatina ist in der Nordsee bereits ausgerottet und im Ost-Atlantik kritisch bedroht. Im südlichen Mittelmeer und auf den Kanarischen Inseln kommen noch vereinzelt kleine Populationen vor, die dringlichst geschützt werden müssen.
Das Projekt untersucht die Engelhai-Population in der Region Gran Canaria um die letzten Habitate und Kinderstuben auf den Kanarischen Inseln besser schützen zu können.


Unterstützung 2008: 10'300 CHF



 

Öffentlichkeitsarbeit Hai-Stiftung und Shark Info
Medien-/Öffentlichkeitsarbeit   Im Jahr 2008 beantwortete das Büro der Hai-Stiftung und von Shark Info wieder hunderte von Anrufen und E-Mails mit Fragen zu Haien, redigierte Artikel über Haie und gab Interviews zu aktuellen Hai-Themen. Shark Info produziert momentan zwar keine Publikationen, wird jedoch regelmässig in Sachen Haie angefragt.
Speziell zu erwähnen sind die Hai-Vorträge in Zürich und St. Gallen, die von Jürg Brunnschweiler und Alexander Godknecht gehalten wurden.

Europäische Hai-Woche   Im Oktober 2008 startete die zweite Europäische Hai-Woche. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit mit der Shark Alliance, Ocean Care und der EEA organisiert. Ziel dieser Aktionswoche war es wieder, auf den dramatischen Rückgang des Haibestands in Europa, die Rolle Europas im internationalen Handel mit Haien und auf die weltweite Gefährdung der Haie hinzuweisen. Die für Frühjahr 2009 geplante Diskussion über die Vorlage eines europäischen Aktionsplanes zum Schutz der europäischen Hai-Bestände war 2008 Ziel der Unterschriftensammlung.
Im Rahmen der ESW 08 hielt Jürg Brunnschweiler einen Vortrag am Naturmuseum St. Gallen. In der Online Unterschriftensammlung und durch den Versand von Unterlagen und Broschüren konnte die Stiftung über 4'100 Unterschriften sammeln. Diese wurden zusammen mit den von den anderen Organisationen gesammelten Unterschriften der Europäischen Kommission vorgelegt. > mehr


Web-Server   2008 verzeichnete der Web-Server der Hai-Stiftung grob ca. 271'000, derjenige der Shark Foundation 310'00 Besuche. Klarer Spitzenreiter der besuchten Seiten auf beiden Servern war die Hai-Datenbank. 2008 ist gegenüber 2007 ein kleiner Rückgang der Besucherzahlen auf beiden Servern zu verzeichnen.
 

Administrativa

Finanzpolitik der Hai-Stiftung

Die Hai-Stiftung wurde am 29. August 1997 gegründet, untersteht als international tätige Stiftung der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Inneren / Stiftungsaufsicht, Bern, und kann steuerlich abzugsfähige Spenden entgegennehmen. Sie legt einmal jährlich der Aufsichtsbehörde ihren Jahresbericht und ihre Jahresrechnung zur Genehmigung vor.

Die Stiftung finanziert ihre gesamten Aktivitäten durch Spenden, Vorträge oder den Verkauf von Produkten wie z. B. T-Shirts oder Plüschhaien. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich und erhält weder Sitzungsgelder noch Lohn. Die Stiftung betreibt einen «Hai-Shop» auf ihren Internet-Seiten (T-Shirts, Plüsch-Haie, Abreissblöcke, Postkarten, Hai-Patenschaften). Der Verkaufserlös fliesst direkt zurück auf das Stiftungskonto. In der Regel geht einmal jährlich ein Mailing an alle Interessierten mit Einzahlungsschein und der Bitte um eine Spende.

Der Stiftungsrat der Hai-Stiftung entscheidet in der ersten Sitzung des jeweiligen Jahres über die Verwendung des Gewinnvortrages und des aus Spenden des Vorjahres stammenden Geldes. Bis anhin wurden keine Rückstellungen gemacht, sondern die gesamten Geldmittel für laufende Projekte, Investitionen und administrative Ausgaben freigegeben. Die Buchhaltung der Stiftung wird von der Revisionsgesellschaft Revisal (Gossau) jährlich geprüft.



Revisionsbericht der Firma Revisal: > Revision 2008 (PDF, 745 kb)


Jahresberichte:    2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009  > 2008   2007   2006   2005  > 1998-2004 

 ^  Top |  Home  Hai-Schutz  Hai-Infos *  Stiftung  Projekte  Ausstellung  Datenbank  Galerie  Shop  Links  Shark Info 
© 1997 - 2017 Hai-Stiftung / Shark Foundation letzte Änderung 05.06.16 10:08 / Webmaster