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Jahresbericht der Hai-Stiftung für das Jahr 2012

Juli 2013
Jahresberichte:    2015   2014   2013  > 2012   2011   2010   2009   2008   2007   2006   2005  > 1998-2004 

Generell

Stiftung   Die Stiftung war 2012 wieder aktiv an verschiedenen Haischutz-Aktionen beteiligt.

Im November 2012 entschied das Europäische Parlament in Strasbourg mit einer überwältigenden Mehrheit von 566:47 Stimmen für eine Schliessung der bestehenden Schlupflöcher im Finning-Verbot der Europäischen Union. Nach jahrelangen Debatten haben 566 Mitglieder des Europäischen Parlaments für einen Bericht gestimmt, der den Vorschlag der Europäischen Kommission billigt, die Ganzkörperanlandung sämtlicher Haie - d.h. ihre Anlandung im Hafen im natürlichen Zustand mitsamt den Flossen am Körper - verbindlich vorzuschreiben.
Dieser grosse Erfolg war nur durch jahrelanges, sehr intensives Lobbying der Shark Alliance und ihrer Mitgliederorganisationen, unter anderem die Hai-Stiftung, möglich.

Ende 2012 erschien ein Musikvideo der Gruppe > Melodeego, in dem die Hai-Stiftung, unter seeeehr vielen anderen, als Naturschutz Organisation erwähnt wurde. Der Song 'Fear is the weapon (fear them not)' ist auf YouTube zu finden > Fear is the weapon
Dies ist, neben der langjährigen, sehr positiven Zusammenarbeit mit > Artists For Animals die zweite Zusammenarbeit mit Gruppen aus dem Musikbereich.

Auch 2012 erhielt die Stiftung wieder grosse und kleine Spenden von grossen und kleinen Hai-Freunden, die unsere Arbeit unterstützen wollen.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Spendern und Gönnern ganz herzlich bedanken. Ohne Ihre Mithilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich!


EEA Kongress Milano   Alexander Godknecht vertrat Ende November 2012 die Hai-Stiftung als Repräsentantin der Schweiz an der 16. internationalen wissenschaftlichen Konferenz der Europäischen Elasmobranchier Gesellschaft (EEA) in Milano.

US Shark Foundation   Die US Shark Foundation wurde auch 2012 als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Miami, Florida, registriert. Gary und Brenda Adkison sowie Prof. Mahmood Shivji sind als Direktoren der US Stiftung eingetragen. 2012 war die US Shark Foundation selbsttragend und konnte mehrere, für den Hai-Schutz wichtige Erfolge verzeichnen.

Administrative Gesamtkosten bisher ca. CHF 58'000.


Projekte


Hai-Ausstellung

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  Die Ausstellung war 2012 eingelagert. Beginnend November 2012 wurden verschiedene Inhalte der Panels aktualisiert, die Exponate untersucht und bei Bedarf repariert. Alle Bestandteile wurden neu inventarisiert, um sie auf die Reise nach Deutschland vorzubereiten und um die Zolldokumente (Carnet-ATA) vorbereiten zu können. Vom 8. März 2013 bis zum 10. November 2013 wird sie im > Galileo Park, Lennestadt/Meggen (Sauerland) ausgestellt.
2012 wurde in den USA von dem bekannten Künstler Bill Wieger ein Anatomiemodell eines weiblichen Weissen Haies für die Ausstellung beschafft.


Ausgaben/Investitionen bisher: ca. 240'500 CHF

 
Hai-Identifikation

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  Prof. Mahmood J. Shivji von der Nova Universität in Florida und seine Mitarbeitenden arbeiteten 2012 an verschiedenen Hai-Forschungsprojekten. Mit den erarbeiteten Methoden zur Identifikation von Haiarten untersuchte das Labor 2012 spezifischere Fragestellungen im Bereich der weltweiten genetischen Untersuchung von Bullenhai- (Fidschi Projekt) und Hammerhai-Populationen und den Wanderungen von Tigerhaien und Makos. 2012 wurden im Rahmen des Engelshai-Projektes in Gran Canaria und im Bereich Tigerhai-Wanderungen Projekte unterstützt. Erste Resultate über die Engelshaie liegen vor, sie sind jedoch noch nicht publikationsreif. Für diese Projekte wurden bereits Ende 2011 ca. CHF 30'000.00 auf das Konto der US Stiftung transferiert. 2012 wurden keine Unterstützungsanträge eingereicht.

Investitionen 2012: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 186'000 CHF

 
Kinderstuben

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  Das Projekt Hai-«Kinderstuben» in Rookery Bay, 10'000 Islands wird weiterhin von Pat O'Donnell in Zusammenarbeit mit dem Mote Marine Lab betreut. 2012 wurde weiter an der Datenerhebung gearbeitet. In Zusammenarbeit mit Profs. Samuel Gruber und Demian Chapman wird anhand von Informationen aus Gen-Datenbanken die Herkunft der Eltern der jungen Zitronen-, Bullen- und Hammerhaie gesucht werden. Das Vorprojekt wird von der Stiftung mit $7'000 unterstützt.

Investitionen 2012: 7'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 50'500 CHF



Riesenhaie

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  Die Datenerhebung über das Auftreten und die Wanderungen in dem Bereich der Hebriden weiter. Insgesamt wurden 43 Fahrten mit dem Segelboot entlang vorbestimmter Transekte durchgeführt. Die gesamte Datenerhebungszeit auf den Transekten betrug ca. 61 Stunden und es wurden 80 Riesenhaie identifiziert und ihre Position registriert. Im Vergleich zu den 12 gesichteten Haien 2011 bedeuten die 80 registrierten Haie 2012 einen signifikanten Anstieg.

Unterstützung 2012: 11'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 75'400 CHF



Bullenhai Markierung Fidschi
(2. Teilprojekt)

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  Die Stiftung unterstützt das Projekt seit 2004. 2011 wurde vor allem die kleinräumigen Bewegungen der Bullenhaie in der Region genauer untersucht. In Zusammenarbeit mit dem Labor von Prof. Shivji wurden die weltweiten Bullenhai-Bestände, inkl. Fidschi, genetisch auf ihre Verwandschaft hin untersucht.
2012 wurde im Rahmen einer Masterarbeit ein kleineres Projekt zur Untersuchung der (s.u.) auf Fidschi unterstützt.


Investitionen 2012: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 63'800 CHF



Haischutz Zone Fidschi

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  Das Fidschi Haischutz Park Projekt ist heute selbsttragend. Die Stiftung wird, falls notwendig, dem Projekt finanziell zur Seite stehen. Ende 2011 hat Mike Neumann um die Unterstützung des Projekts "Fiji Shark Count" gebeten, das ab 2012 eine Bestandsaufnahme aller Haie in der Region zum Ziel hat. Der Fiji Shark Count läuft und wurde 2012 von der Stiftung mitfinanziert.

Investitionen 2012: 5'300 CHF
Investitionen bisher: ca. 36'600 CHF



Zitronenhaie Jupiter
(Florida / USA)

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  In der Untersuchungsperiode vom 6. Januar bis 15. Februar 2012 wurden 23 Zitronenhaie, 5 Tigerhaie, 11 Bullenhaie, 4 Grosse Hammerhaie sowie je ein Ammen- und Karibischer Riffhai untersucht und markiert. Bei der Untersuchung wurden neben Geschlecht und Massen der Haie auch kleine Gewebeproben für DNA Untersuchungen und, wo möglich, Blutproben für eine Analyse stabiler Isotopen entnommen. Die Isotopen geben Auskunft über die Ernährungsgewohnheiten der Haie. Durch den Einsatz eines neuen, grösseren Forschungsschiffes konnte die Untersuchungszeit der Haie von ca. 15 auf 4 Minuten reduziert werden. Die Reduktion der Untersuchungsdauer führt zu weniger Stress bei den Haien.
Das Projekt wird seit 2006 vollumfänglich von der Hai-Stiftung finanziert.


Unterstützung 2012: 21'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 120'000 CHF



Engelhaie in Gran Canaria

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  Das Projekt untersucht die Engelhai-Population in der Region Gran Canaria um die letzten Habitate und Kinderstuben auf den Kanarischen Inseln besser schützen zu können. Über 200 Gewebeproben wurden 2008 - 2012 gesammelt und für die molekularbiologische Verwandschaftsanalyse an das Labor von Prof. Mahmood S. Shivji verschickt. 2011 wurden CHF 22'000 für die populationsgenetischen Analysen überwiesen. Leider konnte wegen mangelnder Spezialisten 2011 noch nicht mit den Analysen begonnen werden. 2012/13 begannen Forscher der Universität Birmingham mit den Analysen. Erste, noch nicht gesicherte, Resultate deuten erwartungsgemäss darauf hin, dass die Engelshai Populationen um Gran Canaria stark isoliert sind und kaum genetischer Austausch mit anderen Populationen statt findet. Dies bedeutet, dass wenn die Bestände überfischt werden, kein Ersatz aus anderen Populationen kommen kann. Die Bestände sind entsprechend stark gefährdet.

Unterstützung 2012: siehe Identifikation
Investitionen bisher: ca. 23'700 CHF



Walhaie Mosambik

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  Walhaie sind in der roten Liste des IUCN und im CITES Anhang II. Die Küstenregion nahe Tofo Beach in Mosambik ist eine international wichtige Region, in der sich Walhaie während der Planktonblüte zusammenfinden. Das Projekt wurde auf Grund einer Anfrage der Regierung von Mosambik entwickelt. Mosambik benötigt für die Etablierung eines marinen Schutzgebiets für Walhaie vor seiner Südküste eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung über den Ort und die Grösse des Schutzgebietes.
Die Gruppe um Simon Pierce hat 2012 ihre Analysen der Walhai Populationen in Mozambique ausgedeht und weitere wertvolle Daten für das Walhai Schutzgebiet gesammelt und publiziert (> Publikationen). Neben ihrem Hauptfokus Mozambique konnten die Untersuchungen zu Wanderungen, Populationsanalysen, Ernährung und Gesundheitszustand der Walhai Populationen stark ausgedehnt werden. 2012 wurden Populationen im Roten Meer und Honduras (Westatlantik) untersucht. Für das Jahr 2013 wurden diverse globale Analysen und Kooperationen aufgegleist, um die weltweiten Populationen und länderübergreifenden Wanderungen der Walhaie besser zu verstehen.


Unterstützung 2012: 8'500 CHF
Investitionen bisher: ca. 39'800 CHF



Thermoregulation Ammenhaie

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  Seit Tausenden von Jahren sammeln sich Ammenhaie (Ginglymostoma cirratum) in den sehr warmen Gewässern der Dry Tortuga-Inseln vor Florida jeweils im Juni und Juli zur Paarung. Das Projektteam hat in den letzten 21 Jahren über hundert dieser circa zwei bis drei Meter langen Tiere markiert und studiert. Um die Ammenhaie möglichst wenig zu stören, kamen für die Markierungen nur Kajaks und Netze zum Einsatz.
Ammenhaie suchen regelmässig Regionen auf, die für sie optimale Bedingungen aufweisen. Dieses Projekt soll zum Verständnis beitragen, warum trächtige Ammenhai-Weibchen Regionen mit spezifisch hohen Temperaturen aufsuchen. Ammenhaie paaren sich jeweils im Juni und Juli in den warmen, seichten Lagunen der Dry Tortugas. Manche der weiblichen Tiere kehren im Herbst zum Gebären in diese Gewässer zurück. Es wird vermutet, dass die Haie diese Plätze aufsuchen, um ihre Körpertemperatur, ähnlich den Reptilien, zu erhöhen um dadurch die Entwicklung ihrer Embryonen und das Gebären zu erleichtern.
Mit Unterstützung der Haistiftung wurden 14 CEFAS G5-Sender, die Temperatur und Wassertiefe registrieren, an weiblichen Ammenhaien befestigt. Da die Haie zwecks Paarung alle zwei bis drei Jahre zu den Dry Tortugas zurückkehren, wurde die erste Hälfte der Sender im Jahr 2011, die zweite Hälfte 2012 angebracht. Insgesamt wurden in den letzten 10 Jahren 145 Ammenhaie markiert. 47 wurden in den Folgejahren einmal oder mehrfach wieder gefangen und untersucht. 2012 wurden 13 erwachsene Weibchen und 7 erwachsene Männchen gefangen und markiert.


Unterstützung 2012: 7'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 13'600 CHF



Kurzprojekte

  Eingeborene Fischerei in Fidschi:
Die lokale oder eingeborene Fischerei ist ein schlecht untersuchter und oft unterschätzter Faktor, der die Fischbestände in den Küstenzonen des Pazifik stark beeinträchtigen kann. Gerade Haibestände reagieren durch ihre niedrige Geburtenraten speziell empfindlich auf Überfischung und generell Fischereidruck.
In dem Projekt soll erstmals untersucht werden, wieviele und welche Haie von den lokalen Fischern in Fidschi gefangen werden. Zudem sollen historische Daten erhoben, Fangmethoden und Orte sowie existierende staatliche Regelungen analysiert werden.
Projektleiter: Dr. Jürg Brunnscheiler, Kerstin Glaus (Universität Basel)
Unterstützungssumme 2012: 3'700 CHF





 

Öffentlichkeitsarbeit Hai-Stiftung und Shark Info
Medien-/Öffentlichkeitsarbeit   Die Stiftung gab Interviews oder Expertisen und arbeitete bei TV Produktionen mit. Alexander Godknecht wurde von Tele Top zu dem geplanten Katzenhai Aquarium im Zoo Zürich interviewt.
 
Web-Server   2012 verzeichnete der Web-Server der Hai-Stiftung grob ca. 204'350, derjenige der Shark Foundation 477'100 Besuche. Klarer Spitzenreiter der besuchten Seiten auf beiden Servern war die Hai-Datenbank. Im Vergleich zu 2011 wurde ein leichter Anstieg der Besucherzahlen beobachtet.
 

Administrativa

Finanzpolitik der Hai-Stiftung

Die Hai-Stiftung wurde am 29. August 1997 gegründet, untersteht als international tätige Stiftung der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Inneren / Stiftungsaufsicht, Bern, und kann steuerlich abzugsfähige Spenden entgegennehmen. Sie legt einmal jährlich der Aufsichtsbehörde ihren Jahresbericht und ihre Jahresrechnung zur Genehmigung vor.

Die Stiftung finanziert ihre gesamten Aktivitäten durch Spenden, Vorträge oder den Verkauf von Produkten wie z. B. T-Shirts oder Plüschhaien. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich und erhält weder Sitzungsgelder noch Lohn. Die Stiftung betreibt einen «Hai-Shop» auf ihren Internet-Seiten (T-Shirts, Plüsch-Haie, Abreissblöcke, Postkarten, Hai-Patenschaften). Der Verkaufserlös fliesst direkt zurück auf das Stiftungskonto. In der Regel geht einmal jährlich ein Mailing an alle Interessierten mit Einzahlungsschein und der Bitte um eine Spende.

Der Stiftungsrat der Hai-Stiftung entscheidet in der ersten Sitzung des jeweiligen Jahres über die Verwendung des Gewinnvortrages und des aus Spenden des Vorjahres stammenden Geldes. Bis anhin wurden keine Rückstellungen gemacht, sondern die gesamten Geldmittel für laufende Projekte, Investitionen und administrative Ausgaben freigegeben. Die Buchhaltung der Stiftung wird von der Revisionsgesellschaft Revisal (Gossau) jährlich geprüft.



Revisionsbericht der Firma Revisal: > Revision 2012 (PDF, 295 kB)


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© 1997 - 2017 Hai-Stiftung / Shark Foundation letzte Änderung 05.06.16 10:08 / Webmaster