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Jahresbericht der Hai-Stiftung für das Jahr 2013

April 2014
Jahresberichte:    2015   2014  > 2013   2012   2011   2010   2009   2008   2007   2006   2005  > 1998-2004 

Generell

Stiftung   Die Stiftung war 2013 wieder aktiv an verschiedenen Haischutz-Aktionen beteiligt.

Mit einer neuen Verordnung (> Nr. 605/2013) hat das Europäische Parlament am 12. Juni 2013 ein vollständiges Verbot des sogenannten Finnings für Haie und Rochen eingeführt. Die bisherige Praxis, Haien und Rochen (oft bei lebendigem Leib) die teuren Flossen abzuschneiden und den Rest des Körpers im Meer zu entsorgen oder anderweitig zu nutzen ist in Zukunft für alle Schiffe, die die Flagge eines europäischen Mitgliedlandes tragen, verboten. Das Anlanden von Flossen und, wichtiger, das Umladen von Flossen auf hoher See sind ebenfalls verboten.
Dieser grosse Erfolg war nur durch jahrelanges, sehr intensives Lobbying der Shark Alliance und ihrer Mitgliederorganisationen, unter anderem der Hai-Stiftung, möglich.

Die Stiftung erhielt 2013 wieder grosse und kleine Spenden von grossen und kleinen Hai-Freunden, die unsere Arbeit unterstützen wollen. Zwei Jungs in Deutschland haben für die Haie musiziert mit ihrer Sammlung über 150 Euro für den Haischutz gespendet. An dieser Stelle ein besonderes Dankeschön für diese tolle Aktion.

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Spendern und Gönnern ganz herzlich bedanken. Ohne Ihre Mithilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich!


Reise Walhaie Mafia Island   Alexander Godknecht hat im Herbst 2013 privat das Walhai Projekt von Simon Pierce und Chris Rohner in Tansania, Mafia Island, besucht. Er konnte die beiden Forscher auf verschiedene Ausfahrten begleiten und verschiedene Untersuchungen und Untersuchungsmethoden direkt vor Ort mitverfolgen. Während dem Aufenthalt haben Godknecht und Simon Pierce eine mögliche Unterstützung von Walhai Projekten durch die Stiftung 2014 diskutiert. Speziell interessant wäre ein Einsatz von preisgünstigen wissenschaftlichen Dronen für die automatisierte Analyse ganzer Küstenstriche oder Meeresflächen. So könnten z.B. in Mosambik für Walhaie gefährliche Kiemennetze frühzeitig erkannt und Bewegungen von Walhaien aus der Luft gemonitort werden. Das Auffinden von Walhaien, oder auch anderen an der Oberfläche schwimmenden Grosshaien wie Riesenhaien, würde stark vereinfacht und langwierige Suchen nach den Tieren von einem Boot aus könnten verkürzt werden.

Hai-Ausstellung
  Die Hai-Ausstellung im > Galileo Park, Lennestadt/Meggen (Sauerland), war ein grosser Erfolg. Zur Eröffnung im März 2013 und währed der Shark Days mit vielen Attraktionen rund um Haie und ihren Schutz im August hielt Dr. Alexander Godknecht, Präsident der Hai-Stiftung, Vorträge über den notwendigen Schutz der Haie und die verschiedenen Haischutz Projekte der Stiftung.

2013 unterstützte die Stiftung eine Hai-Ausstellung des > Naturmuseums von Cape Cod, MA, USA, mit Informationsmaterial und verschiedenen Abbildungen aus dem Material der Hai-Ausstellung.


US Shark Foundation   Die US Shark Foundation wurde auch 2013 als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Miami, Florida, registriert. Gary und Brenda Adkison sowie Prof. Mahmood Shivji sind als Direktoren der US Stiftung eingetragen. 2013 war die US Shark Foundation selbsttragend und konnte mehrere, für den Hai-Schutz wichtige Erfolge verzeichnen.

Administrative Gesamtkosten bisher ca. CHF 58'000.


Projekte


Hai-Ausstellung

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  Anfang 2013 wurden die Inhalte der Panels aktualisiert, die Exponate untersucht und teilweise erneuert. Alle Bestandteile wurden neu inventarisiert und um die Zolldokumente (Carnet-ATA) für den Export nach Deutschland und Reimport in die Schweiz vorbereitet. Vom 8. März 2013 bis zum 10. November 2013 wurde die Ausstellung im > Galileo Park, Lennestadt/Meggen (Sauerland) ausgestellt. Alexander Godknecht hielt den Eröffnungsvortrag und gab der lokalen Presse verschiedene Interviews. In der Woche um den 11. August 2013 fanden im Galileo Park die Shark Days statt. Am 11. August 2013 hielt Godknecht dort 2 weitere Vorträge.
Nach der Ausstellung im Galileo Park wurde die Ausstellung wieder eingelagert. Ein Teil der Exponate soll im Juli 2014 im Fossilienmuseum der Fa. Holcim in Dotternhausen gezeigt werden.


Ausgaben/Investitionen bisher: ca. 245'000 CHF

 
Hai-Identifikation

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  2013 wurden keine Unterstützungsanträge eingereicht.

Investitionen 2013: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 186'000 CHF

 
Kinderstuben

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  Das Projekt Hai-«Kinderstuben» in Rookery Bay, 10'000 Islands wird seit dem Jahr 2000 von Pat O'Donnell in Zusammenarbeit mit dem Mote Marine Lab betreut. Die Region wird von Haien als primäre Kinderstube (Neugeborene) und sekundäre Kinderstube (Junghaie ab 1 Jahr) benutzt. Die Untersuchungsregion umfasst die Fakahatchee, Faka Union und Pumpkin Bay. Erste vergleichende Studien konnten zeigen, dass alle untersuchten Haiarten, bis auf Bullenahie, die Faka Union Bay in der feuchten Saison meiden. In dieser Saison fällt die Salinität in der Faka Union Bay auf unter 25 ppt (parts per thousand = Promille). 2013 wurde weiter an der Datenerhebung gearbeitet und die Rekordzahl von 159 Haien konnte gefangen werden, 140 davon wurden vermessen und markiert, 13 waren Wiederfänge. 5 Haie überlebten leider nicht. 2013 wurde zum ersten Mal ein Grosser Hammerhai (Sphyrna mokarran) gefangen und markiert.

In Zusammenarbeit mit Profs. Samuel Gruber und Demian Chapman wurde anhand von Informationen aus Gen-Datenbanken die Herkunft der Eltern der jungen Zitronen-, Bullen- und Hammerhaie gesucht. Erste Resultate zeigen, dass die Eltern der jungen Zitronenhaie nicht, wie erwartet, aus der Region Jupiter, sondern aus der Golf Region stammen. Das Vorprojekt wurde 2013 von der Stiftung mit $7'000 unterstützt.


Investitionen 2013: 11'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 61'500 CHF



Riesenhaie

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  Die Datenerhebung über das Auftreten und die Wanderungen von Riesenhaien in dem Bereich der Hebriden wurde 2013 weitergeführt. Insgesamt wurden 54 (2012: 43) Fahrten mit dem Segelboot entlang vorbestimmter Transekte durchgeführt. Die gesamte Datenerhebungszeit auf den Transekten betrug ca. 74 Stunden. Im Vergleich zum Rekordjahr 2012 mit 80 Sichtungen wurden jedoch nur 9 Riesenhaie identifiziert und ihre Position registriert. Wie immer sind die Sichtungen stark vom Wetter in den Wochen vor der Untersuchungsperiode abhängig. Dennoch konnten einige vorläufigen Erkenntnisse mit weiteren Daten untermauert werden. In den früheren Riesenhai-Fanggründen Moonen Bay und Uishenish Point wurden keine Riesenhaie mehr gefunden. Der Coll (Gunna Sound) konnte als Riesenhai Hotspot wieder bestätigt werden. Grosse Riesenhaie, die ab und zu sogar Werbungsverhalten zeigten, konnten dort beobachtet werden, speziell westlich von Coll. Dies macht Coll zu einer kritischen Region für Riesenhaie, die besonders schützenswert ist.

Unterstützung 2013: 11'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 86'400 CHF



Bullenhai Markierung Fidschi
(2. Teilprojekt)

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  Das Projektteam konzentriert sich momentan auf die kleinräumige Verbreitung der jungen Bullenhaie auf Fidschi. Siehe Kurzprojekte: > Eingeborene Fischerei in Fidschi. 2013 wurde von Jürg Brunnschweiler und Adam Barnett eine wissenschaftliche Arbeit über 'Opportunistische Besucher: Langfristige Verhaltensreaktionen von Bullenhaien auf Fütterungen in Fidschi' in der Fachzeitschrift PLoS ONE publiziert. > Link zum Artikel

Investitionen 2013: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 63'800 CHF



Haischutz Zone Fidschi

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  Das Fidschi Haischutz Park Projekt ist heute selbsttragend. Die Stiftung wird, falls notwendig, dem Projekt finanziell zur Seite stehen. Ende 2013 hat Mike Neumann um die weitere Unterstützung des Projekts "Fiji Shark Count" gebeten, das ab 2012 eine Bestandsaufnahme aller Haie in der Region zum Ziel hat. Der Fiji Shark Count läuft und wurde 2013/14 von der Stiftung mitfinanziert.

Die Zahlen aus 2012 (2013 noch nicht verfügbar) zeigen, dass in den 11 untersuchten Regionen in Fidschi 8 verschiedene Haiarten vorkommen. Dabei haben insgesamt 3'700 Taucher wärend 855 Tauchgängen Haie gesichtet und dem Projektteam gemeldet. Die meisten Haie wurden in Beqa, Namena, Savusavu und Lomaiviti gesichtet, während die Mamanuca Insel, die Korallenküste von Viti Levu, Beqa, Kadavu und Taveuni die grösste Artenvielfalt zeigten.


Investitionen 2013: 2'700 CHF
Investitionen bisher: ca. 38'900 CHF



Zitronenhaie Jupiter
(Florida / USA)

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  In der Untersuchungsperiode vom 5. Januar bis 28. Februar 2013 wurde 13 Tage (58 Stunden) auf See gearbeitet. Insgesamt wurden 33 grosse Küstenhaie gefangen, untersucht und markiert: 11 Zitronenhaie, 10 Tigerhaie, 2 Bullenhaie, 9 Grosse Hammerhaie, 1 Karibischer Riffhai. Den Zitronenhaien wurden, neben der Markierung mit einem Standard NMFS CSTP (National Marine Fisheries Service Cooperative Shark Tagging Program) Tag, auch noch eine kleine Gewebeprobe für genetische Untersuchungen entnommen. Alle 11 Zitronenhaie wurden zusätzlich mit einem Vemco V16H Sender mit 8-10 Jahren Batteriekapazität markiert.

Während der Untersuchungsperiode wurden auch die Daten der stationären Vemco Empfänger runtergeladen. Diese neuen Datensätze enthielten 13'754 neue Hai Positionsdaten von insgesamt 22 verschiedenen Zitronenhaien. Durch die Kooperation und dem Datenaustausch mit der Florida Atlantic Coastal Telemetry (FACT) Array und der Atlantic Coastal Telemetry (ACT) Gruppe konnten die Informationen des Empfänger Arrays des Projekts um wichtige zusätzliche Daten entlang der US Ostküste erweitert werden.

Auf der Basis der gesammelten Informationen versucht das Projektteam um Prof. "Doc" Gruber und Dr. Steve Kessel zu verhindern, dass der US amerikanische Nationale Marine Fischereidienst (NMFS) den Fang grosser Küstenhaiarten entlang der Ostküste der USA gerade in der Zeit der grossen Ansammlung von Zitronenhaien im Frühling frei gibt.

Das Projekt wird seit 2006 vollumfänglich von der Hai-Stiftung finanziert.


Unterstützung 2013: 20'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 140'000 CHF



Engelhaie in Gran Canaria

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  Das Projekt untersucht die Engelhai-Population in der Region Gran Canaria um die letzten Habitate und Kinderstuben auf den Kanarischen Inseln besser schützen zu können. Über 200 Gewebeproben wurden 2008 - 2013 gesammelt und für die molekularbiologische Verwandschaftsanalyse an das Labor von Prof. Mahmood S. Shivji verschickt. Erste, noch nicht gesicherte, Resultate deuten erwartungsgemäss darauf hin, dass die Engelshai Populationen um Gran Canaria stark isoliert sind und kaum genetischer Austausch mit anderen Populationen statt findet. Dies bedeutet, dass wenn die Bestände überfischt werden, kein Ersatz aus anderen Populationen kommen kann. Die Bestände sind entsprechend stark gefährdet.

Unterstützung 2013: 10'400 CHF
Investitionen bisher: ca. 34'100 CHF



Walhaie Mosambik

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  Walhaie sind in der roten Liste des IUCN und im CITES Anhang II. Die Küstenregion nahe Tofo Beach in Mosambik ist eine international wichtige Region, in der sich Walhaie während der Planktonblüte zusammenfinden. Das Projekt wurde auf Grund einer Anfrage der Regierung von Mosambik entwickelt. Mosambik benötigt für die Etablierung eines marinen Schutzgebiets für Walhaie vor seiner Südküste eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung über den Ort und die Grösse des Schutzgebietes.

Simon Pierce und sein Team konzentrierten sich 2013 auf 3 wichtige Teilprojekte:
  • Die Walhai Sichtungen in Mosambik sind seit 2005 signifikant zurückgegangen. Der Einsatz von grossmaschigen Kiemennetzen durch lokale Fischer ist der Hauptgrund für diesen Rückgang. Diese Kiemennetze stellen auch eine grosse Gefahr für andere grosse Haiarten wie z.B. den Weissen Hai dar. Die Gruppe um Simon Pierce hat 2013 anhand von Satteliten- und anderen Bewegungsdaten von Walhaien besonders kritische Küstengebiete identifiziert. Unter Mitwirkung von Regierungs- und Nichtregierungs-Organisationen sollen diese Küstendörfer und die dort lebenden Fischer sensibilisiert und über Alternativen zu ihren Fischfangmethoden und speziell Orten, an denen die Netze gesetzt werden, informiert werden.

  • Simon Pierce hat 2013 im Auftrag des IUCN (International Union for Conservation of Nature) für deren international als Schutzstandard geltende Rote Liste die weltweiten Walhaibestände analysiert. Die Analyse wurde an einem Workshop an der October 2013 an der 3. Global Whale Shark Conference in Atlanta, US, vorgestellt und diskutiert. Sie soll 2014 publiziert werden und wird wahrscheinlich bis 2022 als Informationsbasis und Empfehlung für den weltweiten Walhaischutz gelten. Die Bestandesaufnahmen für die Rote Liste sind sehr aufwändig unf können nur im Turnus von ca. 10 Jahren durchgeführt werden.

  • Die meisten Untersuchungen der weltweiten Walhaibestände beschränkten sich bis heute auf die Analyse von klein- und grossräumigen Bewegungsmustern dieser Haie. Gesamtheitliche Analysen, die auch ernährungsphysiologische, genetische und andere Methoden wie die Analyse stabiler Isotopen und Fettsäuren beinhalten, sind rar. 2013 sollen Bewegungsdaten individueller Tiere, Grösse und Wachstumsraten basierend auf Lasermessungen, oekologische Daten (z.B. Jahreszeit, Sonneneinstrahlung, Temperatur, Planktonblüten), mit genetischen und physiologischen Daten individueller Tiere korreliert werden. Hierfür wurden die Walhai Aggregationen in Mosambik, Tanzania und Quatar vom Team eingehender untersucht. Forschungsteams vom Roten Meer, den Philippinen und Mexiko liefern ebenfalls Daten und Gewebeproben, um eine wirklich globale Analyse zu ermöglichen. Eine der interessanten Schlüsselfragen ist, warum es eine derart ausgeprägte Trennung von Weibchen und Männchen in allen weltweiten Weidegründen gibt und warum grosse Weibchen in diesen Gegenden derart selten gesichtet werden.


Unterstützung 2013: 13'600 CHF
Investitionen bisher: ca. 53'400 CHF



Thermoregulation Ammenhaie

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  Seit Tausenden von Jahren sammeln sich Ammenhaie (Ginglymostoma cirratum) in den sehr warmen Gewässern der Dry Tortuga-Inseln vor Florida jeweils im Juni und Juli zur Paarung. Das Projektteam hat in den letzten 21 Jahren über hundert dieser circa zwei bis drei Meter langen Tiere markiert und studiert. Um die Ammenhaie möglichst wenig zu stören, kamen für die Markierungen nur Kajaks und Netze zum Einsatz.
Ammenhaie suchen regelmässig Regionen auf, die für sie optimale Bedingungen aufweisen. Dieses Projekt soll zum Verständnis beitragen, warum trächtige Ammenhai-Weibchen Regionen mit spezifisch hohen Temperaturen aufsuchen. Ammenhaie paaren sich jeweils im Juni und Juli in den warmen, seichten Lagunen der Dry Tortugas. Manche der weiblichen Tiere kehren im Herbst zum Gebären in diese Gewässer zurück. Es wird vermutet, dass die Haie diese Plätze aufsuchen, um ihre Körpertemperatur, ähnlich den Reptilien, zu erhöhen um dadurch die Entwicklung ihrer Embryonen und das Gebären zu erleichtern.
Seit 1993 wurden insegesamt 291 Ammenhaie in dem Projekt untersucht und markiert. Von diesen 291 Haien waren 144 erwachsene Tiere. 2013 konnten 3 Weibchen gefangen werden, 2 davon trugen elektronische Sensoren, die in früheren Jahren angebracht wurden. Die Sensoren wurden zur Datenauswertung entfernt. Leider ist bei beiden Sensoren eine Fehlfunktion in der Batterieversorgung aufgetreten, so dass nicht alle Daten des zweijährigen Einsatzes ausglesen werden konnten. 15 paarungsbereite Männchen wurden elektronisch oder visuell registriert. Momentan sind alle von der Stiftung finanzierten Sensoren im Feld.


Unterstützung 2013: 6'700 CHF
Investitionen bisher: ca. 20'300 CHF



Kurzprojekte

  Eingeborene Fischerei in Fidschi:
Die lokale oder eingeborene Fischerei ist ein schlecht untersuchter und oft unterschätzter Faktor, der die Fischbestände in den Küstenzonen des Pazifik stark beeinträchtigen kann. Gerade Haiebestände reagieren durch ihre niedrige Geburtenraten speziell empfindlich auf Überfischung und generell Fischereidruck.
In dem Projekt wurde erstmals untersucht, wieviele und welche Haie von den lokalen Fischern in Fidschi gefangen werden. Zudem wurden historische Daten erhoben, Fangmethoden und Orte sowie existierende staatliche Regelungen analysiert. Insgesamt wurden 254 Interviews mit lokalen Fischern geführt und 31 Gewebeproben von Haien gesammelt. Die Gewebeproben konnten jedoch nicht immer einer bestimmten Haiart zugeordnet werden. 2013 wurde mit molekularbiologischen Techniken diese Zuordnung gemacht.
Resultate: 70% der lokalen Fischer in Fidschi landen Haie meist als Beifang, 15% fischen spezifisch Haie und 15% sagten aus, dass sie keine Haie fangen. 18% der Fischer, die Haie im Beifang anlanden, verkaufen ihre Flossen. Die am häufigsten gefangenen Haiarten sind Schwarzspitzen-Riffhai und Weissspitzen-Riffhai. Die DNA Untersuchungen der 31 Gewebeproben von lokalen Fischmärkten zeigten, dass 12 weitere Knorpefischarten in die Netze der Fischer gelangen, darunter die gefährdeten Arten Bogenstirn-Hammerhai und seltene Ammenhaie. Interessanterweise konnte auch das Vorkommen des australischen Geigenrochens (Rhynchobatus australiae) auf Fidschi mit den DNA Techniken nachgewiesen werden. Dass sie in den Gewässern um Fidschi vorkommen, wurde bis anhin nur vermutet.

Projektleiter: Dr. Jürg Brunnscheiler, Kerstin Glaus (Universität Basel)
Unterstützungssumme 2013: 2'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 5'700 CHF


 

  Sägehaie in Mosambik und Ostafrika
Alle Sägehaiarten befinden sich auf der Roten Liste des IUCN und sind weltweit stark bedroht. In Afrika muss angenommen werden, dass sie in grossen Teilen ihres früheren Ausbreitungsgebietes bereits ausgerottet sind. Mit diesem Projekt soll das Vorkommen von Sägehaien in Mosambik und anderen ostafrikanischen Küstenregionen erstmals detailliert aufgenommen werden um die Basisinformationen für einen effektiveren Schutz dieser letzten Sägehaie zu erhalten.

Das Projekt wurde im Dezember 2013 beantragt, bewilligt und beginnt im Mai 2014.

Projektleiter: Ruth Leeney, Simon Pierce


 

Öffentlichkeitsarbeit Hai-Stiftung und Shark Info
Medien-/Öffentlichkeitsarbeit   Die Stiftung gab diverse Interviews, z.B. Focus, Sauerländer lokale Medien, lieferte Expertisen und Tipps rund um das Thema Hai und Hai-Schutz.
 
Web-Server   2013 verzeichnete der Web-Server der Hai-Stiftung ca. 236'000, derjenige der Shark Foundation 463'000 Besuche. Klarer Spitzenreiter der besuchten Seiten auf beiden Servern war wiederum die Hai-Datenbank. Im Vergleich zum Vorjahr konnte ein leichter Anstieg der Besucher der deutschsprachigen und ein leichter Rückgang der Besucher der englischsprachigen Seiten registriert werden.
 

Administrativa

Finanzpolitik der Hai-Stiftung

Die Hai-Stiftung wurde am 29. August 1997 gegründet, untersteht als international tätige Stiftung der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Inneren / Stiftungsaufsicht, Bern, und kann steuerlich abzugsfähige Spenden entgegennehmen. Sie legt einmal jährlich der Aufsichtsbehörde ihren Jahresbericht und ihre Jahresrechnung zur Genehmigung vor.

Die Stiftung finanziert ihre gesamten Aktivitäten durch Spenden, Vorträge oder den Verkauf von Produkten wie z. B. T-Shirts oder Plüschhaien. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich und erhält weder Sitzungsgelder noch Lohn. Die Stiftung betreibt einen «Hai-Shop» auf ihren Internet-Seiten (T-Shirts, Plüsch-Haie, Abreissblöcke, Postkarten, Hai-Patenschaften). Der Verkaufserlös fliesst direkt zurück auf das Stiftungskonto. In der Regel geht einmal jährlich ein Mailing an alle Interessierten mit Einzahlungsschein und der Bitte um eine Spende.

Der Stiftungsrat der Hai-Stiftung entscheidet in der ersten Sitzung des jeweiligen Jahres über die Verwendung des Gewinnvortrages und des aus Spenden des Vorjahres stammenden Geldes. Bis anhin wurden keine Rückstellungen gemacht, sondern die gesamten Geldmittel für laufende Projekte, Investitionen und administrative Ausgaben freigegeben. Die Buchhaltung der Stiftung wird von der Revisionsgesellschaft Revisal (Gossau) jährlich geprüft.



Revisionsbericht der Firma Revisal: > Revision 2013 (PDF, 363 kB)


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