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Jahresbericht der Hai-Stiftung für das Jahr 2016

Juli 2017
Jahresberichte:   > 2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009   2008   2007   2006   2005  > 1998-2004 

Generell

Stiftung   Die Stiftung war 2016 aktiv an verschiedenen Haischutz-Aktionen beteiligt und erhielt wieder grosse und kleine Spenden von grossen und kleinen Hai-Freunden, die unsere Arbeit unterstützen wollen.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Spendern und Gönnern ganz herzlich bedanken. Ohne Ihre Mithilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich!


EEA Konferenz in Bristol, England   Alexander Godknecht vertrat vom 27.-30.10.2016 die Hai-Stiftung als Repräsentantin der Schweiz an der 20. internationalen wissenschaftlichen Konferenz der Europäischen Elasmobranchier Gesellschaft (EEA) in Bristol (England).

Publikationen   2016 wurden 4 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, die auf Resultaten der von der Hai-Stiftung unterstützten Projekte basierten.
Seit 1997 wurden insgesamt 52 wissenschaftliche Publikationen, ein Buch, diverse Konferenzberichte und Poster sowie eine Diplomarbeit von der Hai-Stiftung unterstützt.


US Shark Foundation   Die US Shark Foundation wurde auch 2016 als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Miami, Florida, registriert. Gary Adkison ist als Direktor der US Stiftung eingetragen. 2016 war die US Shark Foundation selbsttragend und konnte mehrere, für den Hai-Schutz wichtige Erfolge verzeichnen.

Administrative Gesamtkosten bisher ca. CHF 58'000.


Projekte


Hai-Ausstellung

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  Am 21. Oktober 2015 wurde die Hai-Ausstellung im > Seemuseum Kreuzlingen (Bodensee) eröffnet. Sie wurde bis zum 28. August 2016 ausgestellt. Alexander Godknecht hat am 21.10.15 die Ausstellung am Seemuseum Kreuzlingen mit einem Vortrag eröffnet. Am 28.10.15 und 29.4.16 gab er Präsentationen an einer Weiterbildungsveranstaltung für Lehrer. Toni Bürgin war ebenfalls am Seemuseum zu einem Hai-Vortrag eingeladen.
Die Ausstellung ist seit September 2016 eingelagert und wir suchen wieder neue Ausstellungsorte.


Ausgaben/Investitionen bisher: ca. 255'000 CHF

 
Globale Populationen von Weissspitzen Hochseehaien

  Weisspitzen Hochseehaie (Carcharhinus longimanus) werden stark befischt und sind global bedroht. Obwohl sie grosse Strecken zurücklegen können, muss angenommen werden, dass sie lokale Populationen bilden (Philopatrie) und es nur zu geringem genetischen Austausch zwischen den einzelnen Populationen kommt. Der genetische Austausch zwischen den getrennt lebenden Populationen und somit die Auffrischung des Genpools ist speziell für stark rückgängige Populationen ein wichtiger Faktor für deren Überleben.
In diesem Projekt von Prof. Mahmood Shivji vom Guy Harvey Research Institute, Daenia Beach, FL, sollen globale genetische Verbindungen zwischen Populationen von Weissspitzen Hochseehaien molekularbiologisch analysiert werden. Obwohl diese Haiart stark befischt wird, ist dies die erste Untersuchung dieser vom IUCN als regional gefährdet eingestuften Haiart.
Die im Feld gewonnenen Daten wurden von Cassandra Ruck im Rahmen ihrer Master Arbeit analysiert. Die Daten werden, zusammen mit der Auswertung von zusätzlichen Felddaten, Ende 2017 publiziert.
2017 soll der Projektscope erweitert werden auf 'Genom Sequenzierung und Konservations-Genomics von grossen, migratorischen Haiarten'.


Investitionen 2016: 12'100 CHF
Investitionen bisher: ca. 12'100 CHF

Migrationen Mako Haie

  Wanderungen sind für viele Haiarten zentral für ihre Ernährung, die Fortpflanzung, Schutz vor Feinden und die Erschliessung neuer, günstiger Aufenthaltsorte. Sie sind somit essentiell für die evolutionäre Fitness und Erhaltung der Art. Das Verständnis von Wanderungen, ihre Muster und die umweltbedingten Treiber sind kritische Informationen, um die Populationsdynamik und das Verhalten von Haiarten besser verstehen zu können.
Kurzflossen Makos (Isurus oxyrinchus) gehören zu den weltweit stark bedrohten Haiarten (IUCN Assessment 2009). Im Jahr 2000 waren die Flossen von Mako Haien die zweithäufigsten Flossen, die auf den internationalen Haiflossen Märkten gehandelt wurden. Makos legen enorme Strecken auf ihren Wanderungen zurück und die Gefahr, dass sie dabei die Regionen der Internationalen Fischereiflotten kreuzen, ist sehr hoch. Speziell da sie sich häufig nahe der Wasseroberfläche befinden. Obwohl Makos eine wirtschaftlich stark ausgebeutete Haiart sind, ist nur wenig über ihre Wanderungen bekannt, speziell im stark befischten Atlantik.
Das Guy Harvey Research Institute (GHRI) finanziert eine Langzeitstudie, um die Wanderungen von Mako Haien zu analysieren. Hierbei kommen primär Satellitensender (SPOT und PSAT Tags) zum Einsatz. Seit Beginn dieser Studie wurde die wahrscheinlich weltweit grösste Datensammlung an Bewegungsinformationen über die Wanderungen von Makos zusammengestellt. Diese Daten sollen nun ausgewertet werden. Die Interpretation von Satellitendaten ist hoch komplex und die Hai-Stiftung finanziert einen ausgewiesenen Spezialisten in diesem Gebiet für die Analyse der Daten.
Im Projekt wurden bis heute 26 Mako Haie (14 USA, 12 Mexiko) mit Sattelitensendern ausgerüstet und ihre horizontalen und vertikalen Wanderungen im Bereich Golf von Mexiko und dem nordatlantischen Ozean zwischen 78-527 Tage lang aufgezeichnet. 10 Haie konnten so über ein Jahr beobachtet werden. Die Makos wanderten dabei durch die Hoheitsgewässer von 17 Nationen, was einen koordinierten, internationalen Schutzplan erforderlich macht. 2016 wurde eine wissenschaftliche Publikation über die Wanderungen der Makos publiziert. Eine weitere wurde im Dezember 2016 akzeptiert und erscheint 2017.


Investitionen 2016: 18'200 CHF
Investitionen bisher: ca. 18'200 CHF

 
Kinderstuben

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  Das Projekt Hai-«Kinderstuben» in Rookery Bay, 10'000 Islands wird seit dem Jahr 2000 von Pat O'Donnell in Zusammenarbeit mit dem Mote Marine Lab betreut. Die Region wird von Haien als primäre Kinderstube (Neugeborene) und sekundäre Kinderstube (Junghaie ab 1 Jahr) benutzt. Die Untersuchungsregion umfasst die Fakahatchee, Faka Union und Pumpkin Bay.
Vergleichende Studien konnten zeigen, dass alle untersuchten Haiarten, bis auf Bullenhaie, die Faka Union Bay in der feuchten Saison meiden. In dieser Saison fällt dort die Salinität auf unter 25 ppt (parts per thousand = Promille).

Der Süsswasser Abfluss aus den Sumpfgebieten der Region hat sich auch 2016, trotz den Anstrengungen des Staates Florida die Sümpfe wieder in ihr natürliches Gleichgewicht zu bringen, nicht signifikant geändert. Die Daten über die Junghaie, die vom Projektteam erhoben werden, könne also immer noch als Basislinien-Daten vor der Restaurierung des natürlichen Gleichgewichtes in den umgebenden Sumpfgebieten betrachtet werden.

2015 wurden 99 Haie gefangen. 87 davon wurden vermessen und markiert, 9 waren Wiederfänge. 3 Haie überlebten leider nicht. Seit dem Jahr 2000 wurden folgende Anzahlen von Junghaien gefangen, vermessen und markiert: 740 Bullenhaie, 527 Schaufelnasen Hammerhaie, 134 Zitronenhaie, 152 Schwarzspitzen Haie, 13 Ammenhaie, 2 Atlantische Scharfnasen Haie, 2 Bogenstirn Hammerhaie und 1 grosser Hammerhai.

Das Projekt arbeitet hauptsächlich mit begeisterten Freiwilligen, wodurch die Kosten stark reduziert werden können. Die Stiftung investiert jedoch weiterhin bei Bedarf in das Projekt.


Investitionen 2016: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 61'500 CHF



2016 erfolgreich abgeschlossen:
Riesenhaie

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  2016 wurden keine Untersuchungen durchgeführt und entsprechend keine Unterstützung beantragt. Das Projekt wird 2016 abgeschlossen und gegebenen Falls ein neues Projekt zu einem späteren Zeitpunkt neu gestartet.
Als populärwissenschaftliche Zusammenfassung des Riesenhai-Projektes hat der Projektleiter Colin Speedie ein sehr interessantes und lesenswertes Buch über seine Riesenhai Forschung veröffentlicht mit dem Titel: > A Sea Monster’s Tale: In Search of the Basking Shark (Eine Seeungeheuer Geschichte: Auf der Suche nach dem Riesenhai).


Unterstützung 2016: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 108'850 CHF



Haischutz Zone Fidschi

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  Das Fidschi Haischutz Park Projekt ist heute selbsttragend. Die Stiftung wird, falls notwendig, dem Projekt finanziell zur Seite stehen. Ende 2013 hat Mike Neumann um die weitere Unterstützung des Projekts "Fiji Shark Count" gebeten, das ab 2012 eine Bestandsaufnahme aller Haie in der Region zum Ziel hat. Der Fiji Shark Count läuft und wurde 2013/14 von der Stiftung mitfinanziert.

2015 wertete Christine Ward-Paige von der Dalhousie University, Halifax, die während des Fidji Shark Count gesammelten Daten aus.


Investitionen 2016: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 41'800 CHF



2016: Projektfokus erweitert von Zitronenhaien Jupiter auf: 
Migration grosser Küstenhaie in Jupiter, FL, und Bahamas

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  Zitronenhaie Jupiter/Bimini
Jupiter: 2016 wurden die Daten konsolidiert und eine wissenschaftliche Publikation dieser Daten vorbereitet. Auf der Basis dieser Daten konnten die Zitronenhaie in den Gewässern der Ostküste der USA bereits einen geschützten Status erhalten.

Grosse Hammerhaie Jupiter/Bimini/Bahamas
Hammerhai Arten sind in vielen Gebieten stark überfischt. Im März 2014 wurden die Grossen Hammerhaie sowohl in den Appendix II der CITES Konvention als auch in die Rote Liste des IUCN als gefährdet aufgenommen. Sie wandern über weite Strecken durch die Hoheitsgebiete verschiedener Nationen. Aus diesem Grund sind sie auch im Annex I der UN Konvention für intensiv wandernde Arten (Highly Migratory Species), die eine starke Kooperation aller beteiligten Länder beim Management dieser Arten fordert.
Hammerhaie finden sich häufig im Beifang, werden aber auch aktiv befischt, da ihre Flossen einen hohen Marktwert erzielen. Den Beifang zu regulieren und zu fordern, dass Hammerhaie wieder zurück in Meer geworfen werden müssen, macht wenig Sinn, da die Mortalität der Hammerhaie im Beifang mit ca. 90% die höchste aller Arten ist. Aus diesem Grund müssen die Aufenthaltsorte, saisonale Raumnutzung und Verhalten dieser Hammerhai Arten wesentlich besser bekannt sein, um sie effizienter schützen zu können.
In der Saison 2015-2016 konnte das Team der Bimini Biological Field Station während 82 Tagen 13 weitere Grosse Hammerhaie (Sphyrna mokarran) mit akustischen und konventionellen Markern ausstatten und ihre Wanderungen/Bewegungen analysieren. Total wurden seit 2012 31 Haie mit akustischen Sendern ausgestattet und deren Bewegungen analysiert.
Erste Resultate zeigen, dass Grosse Hammerhaie sowohl in Florida als auch auf Bimini und den Bahamas saisonal auftreten und eine hohe Reviertreue zeigen. In Bimini und den Bahamas halten sie sich zwischen Oktober bis April auf, in Jupiter/Florida von Oktober bis März. Bei ihren Wanderungen zwischen den Beobachtungsgebieten künnen sie bis 3'000 km zurücklegen. Die Daten wurden in 3 wissenschaftliche Artikeln publiziert und am jährlichen Treffen der Amerikanischen Elasmobranchier Vereinigung 2016 präsentiert.
Auf der Basis der wissenschaftlichen Daten über die Wanderungen und Aufenthaltsgebiete der Zitronenhaie und Grossen Hammerhaie wurde eine Erweiterung der Schutzzonen und Schutzzeiten für diese Haie bei dem US National Marine Fisheries Service (NOAA-NMFS)gefordert. In der Region zwischen Cape Canaveral und Palm Beach wird die geschützte EFH Zone (Essential Fish Habitat oder Essentieller Fischhabitat), in dem die Haie ganzjährig nicht gefangen werden dürfen, auf 245 km erweitert. Leider konnte bezüglich dem Startdatum der Hai-Fischerei in den anderen Regionen im Januar - gefordert war Juli - nur ein Kompromiss mit dem NMFS erzielt werden. Sollten die ersten 20% der Zitronenhai-Fangquote zu früh erreicht werden, so werden die restlichen 80% erst im Juli freigegeben.


Unterstützung 2016: 26'100 CHF
Investitionen bisher: ca. 186'100 CHF



Engelhaie in Gran Canaria

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  Das Projekt untersucht die stark bedrohte Engelshai-Population in der Region Gran Canaria um die letzten Habitate und Kinderstuben auf den Kanarischen Inseln besser schützen zu können. Die molekularbiologische Verwandschaftsanalyse übernimmt dabei das Labor von Prof. Mahmood S. Shivji.
Erste, noch nicht gesicherte, Resultate deuten erwartungsgemäss darauf hin, dass die Engelshai Populationen um Gran Canaria stark isoliert sind und kaum genetischer Austausch mit anderen Populationen statt findet. Dies bedeutet, dass wenn die Bestände überfischt werden, kein Ersatz aus anderen Populationen kommen kann. Die Bestände sind entsprechend stark gefährdet.
2016 wurde in einem wissenschaftlichen Artikel erstmals das komplette mitochondriale Genom von Squatina squatina publiziert. Teil dieser Studie wurde von Drs. Krupskaya Narváez und Filip Osaer am Treffen der Europäischen Elasmobranchier Gesellschaft und der kolumbianischen Elasmobranchier Konferenz 2016 vorgestellt.
Im Labor von Prof. Shivji beendet Cristin Fitzpatrick momentan ihre Dissertation über dieses Thema. Die gesamten Resultate werden am jährlichen Treffen der Amerikanischen Elasmobranchier Vereinigung 2017 vorgestellt und wir erwarten die wissenschaftliche Publikation der Resultate im Jahr 2018.


Unterstützung 2016: 7'800 CHF
Investitionen bisher: ca. 49'700 CHF



Walhaie

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  Walhaie sind auf der roten Liste des IUCN und im CITES Anhang II als globL bedrohte Art geführt. Neben der Arbeit in Mosambik für die Etablierung eines marinen Schutzgebiets für Walhaie studiert das Team um Simon Pierce unter Einbezug lokaler und internationaler Wissenschaftler diverse ökologische, genetische und biochemische Aspekte der Walhai Populationen in Mafia Island (Tansania), dem Roten Meer, Persischen Golf, Philippinen, Mexiko (Yukatan), Galapagos und neu einen neuen Walhai Hotspot in Madagaskar. Die Hai-Stiftung unterstützt die Forschungen von Simon Pierce seit 2009.
Projekte an den verschiedenen Standorten:
  • Galapagos: Die Galapagos Insel Darwin ist weltweit der einzige heute bekannte Ort , an dem ausgewachsene, trächtige Walhai Weibchen gesichtet werden. Kleine Gewebeproben dieser Weibchen sollen Auskunft über ihre Populationsgenetik sowie ihre Ernährung (Stabile Isotopen und Fettsäuren Analyse) geben. Zudem wurden die Haie mit Satellitensendern (nicht von der Stiftung finanziert) versehen, um ihre Wanderungsrouten zu studieren.

  • Madagaskar: Bei allen grösseren Walhai-Aggregationen im westlichen Indischen Ozean, speziell in Mozambique und den Seychellen, musste ein signifikanter Rückgang der Individuenzahl festgestellt werden. Umso wichtiger ist die neu gefundene Walhai-Aggregation in Madagaskar. Die dortigen Walhaie sollen ähnlich wie die Walhai Weibchen auf Galapagos (s.o.) untersucht werden.

  • Mafia Island: Die Walhaie um Mafia Island sind die genetisch und biochemisch wohl am besten studierte Population. Die Studien werden auch 2016 weitergeführt, unter anderem mit dem Fokus auf Unterschiede in weiblichen und männlichen Walhaien.

  • Philippinen: Der Fokus dieser Studien sind die kleinräumigen und internationalen Wanderungen der Walhaie sowie ihre Populationsstruktur. Schützen die philippinischen Meeresschutzgebiete die Walhaie auf ihren Wanderungen oder müssten sie an die Wanderungsrouten der Haie angepasst werden? Speziell soll zudem die Möglichkeit untersucht werden, ob der intensive Walhai Fang in Südchina die Walhaie auf den Philippinen beeinflusst.

  • Mosambik: Die Walhai Population in der Inhambane Provinz nimmt ab. Seit 2005 sind die Sichtungen von Walhaien um bedenkliche mehr als 80% zurückgegangen. Diese bedenkliche Entwicklung ist auf die Überfischung der Region zurückzuführen. Lokale Fischer setzen immer häufiger lange Kiemen-Netze senkrecht zum Küstenverlauf um so genügend Fisch zu fangen und damit ihr Einkommen zu sichern. Diese Netze sind nicht nur für Walhaie höchst gefährlich, in ihnen verfangen sich und sterben auch andere gefärdete Arten wie Weisse Haie, Mantas, Meereschildkröten und Dugongs.
    Mosambik ist Mitglied von CITES und der Konvention zu wandernden Arten (Convention on Migratory Species) und sie ist sich dieser Problematik bewusst. Das Ministerium für Naturschutz und das Amt für Naturschutzgebiete haben das Team um Simon Pierce als Berater eingeladen, um im Rahmen dieser Partnerschaft den Schutz der Walhaie und anderer gefährdeter Arten durch eine entsprechende Gesetzgebung zu verbessern. In Zusammenarbeit mit dem Nationalen Fischerei-Forschungsinstitut (IIP) und der Bazaruto National Park Authority sollen praktische technische Empfehlungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände in Mosambik erarbeitet werden. Diese Empfehlungen sollen auch als wichtiger Punkt die Empfehlungen der lokalen Fischer berücksichtigen.
2016 wurde mit der Unterstützung der Hai-Stiftung eine wissenschaftliche Publikationen (siehe > Publikationen) über die Verbindung der Walhai-Aggregationen im Indischen Ozean publiziert. Für 2017 sind mehrere Publikationen in Arbeit.


Unterstützung 2015: 12'500 CHF
Investitionen bisher: ca. 92'300 CHF



2016 abgeschlossen:
Thermoregulation Ammenhaie

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  Seit Tausenden von Jahren sammeln sich Ammenhaie (Ginglymostoma cirratum) in den sehr warmen Gewässern der Dry Tortuga-Inseln vor Florida jeweils im Juni und Juli zur Paarung. Das Projektteam hat in den letzten 21 Jahren über hundert dieser ca. zwei bis drei Meter langen Tiere markiert und studiert. Um die Ammenhaie möglichst wenig zu stören, kamen für die Markierungen nur Kajaks und Netze zum Einsatz.
Das Projektteam arbeitet momentan an der Publikation der Daten. Für 2016 wurde keine Projektunterstützung beantragt.


Unterstützung 2016: 0 CHF
Investitionen bisher: ca. 27'000 CHF



Neues Projekt 2016:
Bullenhai Populationen in Fidschi
  Mit der immer schneller ansteigenden Übernutzung der Meere wird der Erhalt von einzelnen Schlüssel-Arten, ihren Populationen und ihrem Lebensraum immer wichtiger. Als grosse Top-Jäger mit einem grossen Verbreitungsgebiet sind Bullenhaie eine dieser Schlüssel-Arten, denn sie regulieren massgeblich das Oekosystem, in dem sie leben. Um ihre Bestände nachhaltig managen und erhalten zu können, sind zuverlässige Informationen über ihre Verbreitung, Fortpflanzung, Ernährung und Verhalten essentiell. Die Bullenhai Populationen in Fidschi wurden schon seit mehreren Jahren intensiv studiert. Dennoch sind noch viele Fragen offen. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der University of the South Pacific, Fidschi, wird Kerstin Glaus (Universität Basel) einige dieser Fragen adressieren:
  • Bilden Bullenhai Populationen in Fidschi separate Fortpflanzungsgemeinschaften, die entsprechende auch separat gemanagt werden müssen?

  • Mischen sich Bullenhai Populationen in Fidschi mit anderen Populationen im indopazifischen Raum oder sind sie stark isoliert?

  • Wie passen Bullenhaie in das Konzept der Metapopulationen, in dem individuelle Populationen sehr spezifische Verhaltensmuster zeigen können, die aber wiederum durch Austausch von Individuen zwischen den einzelnen Puopulationen beeinflusst werden? Dynamische Metapopulationsmodelle gehen von einem Set von Populationen aus, die zwar durch genetischen Austausch miteinander verbunden sind, deren individuelle Anpassungen jedoch überwiegen.

Für diese Untersuchung werden genetische Populationsstudien in den Bullenhai Kinderstuben um Viti Levu und Vanua Levu durchgeführt. Weiterhin soll die Zahl der Bullenhai Weibchen, die die verschiedenen Kinderstuben nutzen, sowie die Überlebensrate ihrer Jungen ermittelt werden. Kohortenstudien der Bullenhai Jungen in den Flüssen sollen Aufschluss über das Verhalten der Junghaie geben. Diese Untersuchungen sollen es dann ermöglichen, die Populationsgrössen zu schätzen und effektive Management Pläne zu erstellen.


Unterstützung 2016: 15'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 15'000 CHF



Kurzprojekte

  Neu 2016: Photodokumentation Mafia Island (Tansania)
2016 dokumentierte der Profi Photograf Steve de Neef das > Walhai Projekt der Stiftung mit Videos und Photos. Diese Dokumentation, die Online und in grossen nationalen und internationalen Medien veröffentlicht werden wird, soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Wichtigkeit des Schutzes der Walhaie fördern.

Projektleiter: Steve De Neef
Unterstützungssumme 2016: 1'900 CHF
Investitionen bisher: ca. 1'900 CHF



 

  Bullenhai Markierungsprogramm Fidschi
Die Stiftung unterstützte 2016 das Langzeit Bullenhai Markierungsprogramm von Dr. Jürg Brunnschweiler auf Fidschi mit akustischen Sendern. Das Ziel des Projektes ist, den Lebenszyklus der Bullenhaie auf Fidschi zu verfolgen und Effekte des Tauchtourismus auf das Bullenhai Verhalten zu studieren. Ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden, von direkten Beobachtungen, Bewegungsanalysen mit Hilfe von akustischen - und Satelliten Sendern bis hin zu populationsgenetischen Analysen und die Auswertung von Angaben lokaler Fischer kommt hierbei zum Einsatz. Ziel dieses Programmes ist, auf der Basis der gewonnenen Informationen, den Schutz der Bullenhaie auf Fidschi zu optimieren.

Projektleiter: Dr. Jürg Brunnschweiler
Unterstützungssumme 2016: 5'000 CHF
Investitionen bisher: ca. 5'000 CHF



 

  2016 erfolgreich abgeschlossen:
Verhalten juveniler Zitronenhaie
Joffrey Baeyaert von der Universidade do Algarve, Portugal, untersucht für seine Masterarbeit die Frage: gibt es individuelle Verhaltensmuster bei juvenilen Zitronenhaien. Wenn ja, welche Faktoren prägen diese Persönlichkeitsmerkmale und gibt es Unterschiede zwischen in Gefangenschaft und wild lebenden jungen Zitronenhaien. Wirken sich individuelle Persönlichkeitsmerkmale auf die soziale Stellung aus.

Für diese Untersuchungen wurden zuerst individuelle Persönlichkeitsmerkmale von juvenilen Zitronenhaien in Gefangenschaft untersucht. Nachdem die jungen Haie frei gelassen wurden, wurden ihre Bewegungsmuster weiter verfolgt. Erste Resultate an der Bimini Biological Field Station, Bahamas, deuten darauf hin, dass bei Zitronenhaien Bewegungsmuster und die Nutzung der Region mit den Persönlichkeitsmerkmalen korreliert sind, die in Gefangenschaft festgestellt wurden.

Das Projekt konnte mit dem Conference Paper 'Wild Spatial Behaviour & Personality Traits: A comparison study for juvenile lemon sharks' in Rapp. Comm. int. Mer Médit., 41, 2016 erfolgreich beendet werden.

Projektleiter: Prof. S. Gruber / Bimini Biological Field Station, Joffrey Baeyaert
Unterstützungssumme 2016: 1'600 CHF
Investitionen bisher: ca. 1'600 CHF


 

 

 

Öffentlichkeitsarbeit Hai-Stiftung und Shark Info
Medien-/Öffentlichkeitsarbeit   Die Stiftung gab diverse Interviews und lieferte Expertisen und Tipps rund um das Thema Hai und Hai-Schutz.
 
Web-Server   2016 verzeichnete der Web-Server der Hai-Stiftung ca. 341'425, derjenige der Shark Foundation 214'298 Besuche. Klarer Spitzenreiter der besuchten Seiten auf beiden Servern war wiederum die Hai-Datenbank. Im Vergleich zum Vorjahr konnte keine Veränderung der Besucher der deutschsprachigen und ein Rückgang der Besucher der englischsprachigen Seiten registriert werden.
Es ist dringend notwendig, die Seiten in ein CMS System mit responsive Design zu überführen.

 

Administrativa

Finanzpolitik der Hai-Stiftung

Die Hai-Stiftung wurde am 29. August 1997 gegründet, untersteht als international tätige Stiftung der Aufsicht des Eidgenössischen Departements des Inneren / Stiftungsaufsicht, Bern, und kann steuerlich abzugsfähige Spenden entgegennehmen. Sie legt einmal jährlich der Aufsichtsbehörde ihren Jahresbericht und ihre Jahresrechnung zur Genehmigung vor.

Die Stiftung finanziert ihre gesamten Aktivitäten durch Spenden, Vorträge oder den Verkauf von Produkten wie z. B. T-Shirts oder Plüschhaien. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich und erhält weder Sitzungsgelder noch Lohn. Die Stiftung betreibt einen «Hai-Shop» auf ihren Internet-Seiten (T-Shirts, Plüsch-Haie, Abreissblöcke, Postkarten, Hai-Patenschaften). Der Verkaufserlös fliesst direkt zurück auf das Stiftungskonto. In der Regel geht einmal jährlich ein Mailing an alle Interessierten mit Einzahlungsschein und der Bitte um eine Spende.

Der Stiftungsrat der Hai-Stiftung entscheidet in der ersten Sitzung des jeweiligen Jahres über die Verwendung des Gewinnvortrages und des aus Spenden des Vorjahres stammenden Geldes. Bis anhin wurden keine Rückstellungen gemacht, sondern die gesamten Geldmittel für laufende Projekte, Investitionen und administrative Ausgaben freigegeben. Die Buchhaltung der Stiftung wird von der Revisionsgesellschaft Revisal (Gossau) jährlich geprüft.



Revisionsbericht der Firma Revisal: > Revision 2016 (PDF, 290 kB)


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