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Kriterienkatalog der Roten Liste von IUCN
Quelle: > www.redlist.org

In der Rote Liste der IUCN (The World Conservation Union) werden bedrohte Tier- und Pflanzenarten gesammelt. Sie enthält leider auch sehr viele Hai-Arten. Der Bedrohungsgrad der verschiedenen Arten wird anhand von gut dokumentierten Kriterien (siehe unten) beurteilt.
Momentan sind zwei Kriterienkataloge aktuell: Version 3.1 (2001) und Version 2.3 (1994). Unten finden Sie die Kriterien von Version 3.1.


Rote Liste Version 3.1 (2001)
Hauptkategorien v3.1 (2001)

     >  EX  Ausgestorben (Englisch: Extinct)
     >  EW  In der Wildnis ausgestorben (Englisch: Extinct in the Wild)
     >  CR  Kritisch gefährdet (Englisch: Critically Endangered)
     >  EN  Gefährdet (Englisch: Endangered)
     >  VU  Verletzbar (Englisch: Vulnerable)
     >  NT  Potentiell bedroht (Englisch: Near Threatened)
     >  LC  Geringste Bedenken (Englisch: Least Concern)
     >  DD  Fehlende Daten (Englisch: Data Deficient)
     >  NE  Nicht bewertet (Englisch: Not Evaluated)



EX Ein Taxon ist Ausgestorben, wenn es keinen Zweifel mehr daran gibt, dass auch das letzte Individuum gestorben ist. Ein Taxon wird als Ausgestorben betrachtet, wenn auch nach intensiver Beobachtung bekannter und/oder erwarteter Lebensräume, zu entsprechenden Vorkommenszeiten (täglich, saisonal, jährlich) und über das gesamte historische Verbreitungsgebiet kein Individuum gefunden werden konnte. Die Studien sollten eine Zeitspanne umfassen, die dem Lebenszyklus und der Lebensart des Taxons entspricht.
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EW Ein Taxon ist In der Wildnis ausgestorben, wenn bekannt ist, dass es nur noch kultiviert, in Gefangenschaft oder als umgesiedelte Population weit entfernt vom ursprünglichen Verbreitungsgebiet überlebt hat. Von einem Taxon wird angenommen, dass es In der Wildnis ausgestorben ist, wenn auch nach intensiver Beobachtung bekannter und/oder erwarteter Lebensräme, zu entsprechenden Vorkommenszeiten (täglich, saisonal, jährlich) und über das gesamte historische Verbreitungsgebiet kein Individuum gefunden werden konnte. Die Studien sollten eine Zeitspanne umfassen, die dem Lebenszyklus und der Lebensart des Taxons entspricht.
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CR Ein Taxon ist Kritisch Gefährdet, wenn alle verfügbaren Informationen darauf hinweisen, dass eines der Kriterien A bis E für Kritisch Gefährdet (siehe unten), auf es zutrifft. Es unterliegt somit einem extrem hohen Risiko, in der Wildnis auszusterben.
  A Reduktion der Populatiosgrösse aufgrund:
    A1 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 90 % über die letzten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt). Die Ursachen für die Reduktion sind klar umkehrbar UND verstanden UND verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A1a Direkte Beobachtungen
      A1b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A1c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A1d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A1e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A2 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 80% über die letzten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt). Die Ursachen für die Reduktion sind klar nicht umkehrbar UND nicht verstanden UND nicht verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A2a Direkte Beobachtungen
      A2b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A2c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A2d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A2e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A3 Eine hochgerechnete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 80% innerhalb der nächsten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre) basierend auf einem der folgenden Punkte:
      A3b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A3c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A3d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A3e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A4 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 80% über generell 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre in die Zukunft). Die Zeitperiode muss die Vergangenheit und die Zukunft einschliessen. Die Ursachen für die Reduktion sind möglicher Weise nicht umkehrbar UND nicht verstanden UND nicht verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A4a Direkte Beobachtungen
      A4b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A4c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A4d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A4e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
  B Geographische Verbreitung in Form von entweder B1 (Mass der Verbreitung) oder B2 (Fläche des Verbreitungsgebietes) oder beide:
    B1 Ausbreitungsgebiet wird auf weniger als 100 km² geschätzt und Schäzungen deuten auf mindestens zwei von a-c:
      B1a Sehr stark fragmentiert oder nur an einem einzigen Ort auffindbar.
      B1b Ein anhaltender Rückgang beobachtet, abgeleitet oder vorrausberechnet in einem der folgenden:
        B1b(i) Mass der Verbreitung
        B1b(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B1b(iii) Mass, Fläche und/oder Qualität des Habitats
        B1b(iv) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B1b(v) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
      B1c Extreme Fluktuationen in einem der folgenden:
        B1c(i) Mass der Verbreitung
        B1c(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B1c(iii) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B1c(iv) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
    B2 Ausbreitungsgebiet wird auf weniger als 10 km² geschätzt und Schäzungen deuten auf mindestens zwei von a-c:
      B2a Sehr stark fragmentiert oder nur an einem einzigen Ort auffindbar.
      B2b Ein anhaltender Rückgang beobachtet, abgeleitet oder vorrausberechnet in einem der folgenden:
        B2b(i) Mass der Verbreitung
        B2b(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B2b(iii) Mass, Fläche und/oder Qualität des Habitats
        B2b(iv) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B2b(v) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
      B2c Starke Fluktuation in einem der folgenden Punkte:
        B2c(i) Mass der Verbreitung
        B2c(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B2c(iii) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B2c(iv) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
  C Populationsgrösse wird auf weniger al 250 geschlechtsreife Individuen geschätzt und entweder:
    C1 Ein zu erwartender, anhaltender Rückgang von mindestens 25 % innerhalb von drei Jahren oder einer Generation (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre in die Zukunft) ODER
    C2 Ein beobachteter, erwarteter oder abgeleiteter Rückgang der Zahl geschlechtsreifer Individuen UND mindestens eines der folgenden (a-b):
      C2a Populationsstruktur in der folgenden Form:
        C2a(i) Keine Subpopulation enthält geschätzt mehr als 50 geschlechtsreife Individuen ODER
        C2a(ii) Mindestens 90 % der geschlechtsreifen Individuen in einer Subpopulation.
      C2b Extreme Fluktuation der geschlechtsreifen Individuen.
  D Populationsgrösse wird auf weniger al 50 geschlechtsreife Individuen geschätzt.
  E Quantitative Analysen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit des Aussterbens in der Wildnis ist mindestens 50 % in 10 Jahren oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre).
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EN Ein Taxon ist Gefährdet, wenn alle verfügbaren Informationen darauf hinweisen, dass eines der Kriterien A bis E für Gefährdet (siehe unten), auf es zutrifft. Es unterliegt somit einem sehr hohen Risiko, in der Wildnis auszusterben:
  A Reduktion der Populatiosgrösse aufgrund:
    A1 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 70% über die letzten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt). Die Ursachen für die Reduktion sind klar umkehrbar UND verstanden UND verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A1a Direkte Beobachtungen
      A1b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A1c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A1d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A1e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A2 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 50 % über die letzten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt). Die Ursachen für die Reduktion sind möglicherweise nicht umkehrbar UND nicht verstanden UND nicht verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A2a Direkte Beobachtungen
      A2b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A2c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A2d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A2e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A3 Eine hochgerechnete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 50% innerhalb der nächsten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre) basierend auf einem der folgenden Punkte:
      A3b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A3c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A3d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A3e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A4 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 50% über generell 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre in die Zukunft). Die Zeitperiode muss die Vergangenheit und die Zukunft einschliessen. Die Ursachen für die Reduktion sind möglicher Weise nicht umkehrbar UND nicht verstanden UND nicht verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A4a Direkte Beobachtungen
      A4b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A4c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A4d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A4e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
  B Geographische Verbreitung in Form von entweder B1 (Mass der Verbreitung) oder B2 (Fläche des Verbreitungsgebietes) oder beide:
    B1 Ausbreitungsgebiet wird auf weniger als 5000 km² geschätzt und Schäzungen deuten auf mindestens zwei von a-c:
      B1a Sehr stark fragmentiert oder nur maximal fünf Orten auffindbar.
      B1b Ein anhaltender Rückgang beobachtet, abgeleitet oder vorrausberechnet in einem der folgenden:
        B1b(i) Mass der Verbreitung
        B1b(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B1b(iii) Mass, Fläche und/oder Qualität des Habitats
        B1b(iv) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B1b(v) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
      B1c Extreme Fluktuationen in einem der folgenden:
        B1c(i) Mass der Verbreitung
        B1c(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B1c(iii) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B1c(iv) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
    B2 Ausbreitungsgebiet wird auf weniger als 500 km² geschätzt und Schäzungen deuten auf mindestens zwei von a-c:
      B2a Sehr stark fragmentiert oder nur an maximal fünf Orten auffindbar.
      B2b Ein anhaltender Rückgang beobachtet, abgeleitet oder vorrausberechnet in einem der folgenden:
        B2b(i) Mass der Verbreitung
        B2b(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B2b(iii) Mass, Fläche und/oder Qualität des Habitats
        B2b(iv) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B2b(v) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
      B2c Starke Fluktuation in einem der folgenden Punkte:
        B2c(i) Mass der Verbreitung
        B2c(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B2c(iii) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B2c(iv) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
  C Populationsgrösse wird auf weniger als 2500 geschlechtsreife Individuen geschätzt und entweder:
    C1 Ein zu erwartender, anhaltender Rückgang von mindestens 20 % innerhalb von fünf Jahren oder zwei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre in die Zukunft) ODER
    C2 Ein beobachteter, erwarteter oder abgeleiteter Rückgang der Zahl geschlechtsreifer Individuen UND mindestens eines der folgenden (a-b):
      C2a Populationsstruktur in der folgenden Form:
        C2a(i) Keine Subpopulation enthält geschätzt mehr als 250 geschlechtsreife Individuen ODER
        C2a(ii) Mindestens 95 % der geschlechtsreifen Individuen in einer Subpopulation.
      C2b Extreme Fluktuation der geschlechtsreifen Individuen.
  D Populationsgrösse wird auf weniger al 250 geschlechtsreife Individuen geschätzt.
  E Quantitative Analysen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit des Aussterbens in der Wildnis ist mindestens 20 % in 20 Jahren oder fünf Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre).
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VU Ein Taxon ist Verletzbar, wenn alle verfügbaren Informationen darauf hinweisen, dass eines der Kriterien A bis E für Verletzbar (siehe unten), auf es zutrifft. Es unterliegt somit einem hohen Risiko, in der Wildnis auszusterben.
  A Reduktion der Populatiosgrösse aufgrund:
    A1 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 50% über die letzten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt). Die Ursachen für die Reduktion sind klar umkehrbar UND verstanden UND verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A1a Direkte Beobachtungen
      A1b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A1c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A1d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A1e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A2 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 50 % über die letzten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt). Die Ursachen für die Reduktion sind möglicherweise nicht umkehrbar UND nicht verstanden UND nicht verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A2a Direkte Beobachtungen
      A2b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A2c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A2d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A2e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A3 Eine hochgerechnete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 30% innerhalb der nächsten 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre) basierend auf einem der folgenden Punkte:
      A3b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A3c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A3d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A3e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
    A4 Eine beobachtete, geschätzte, abgeleitete oder erwartete Reduktion der Populationsgrösse um 50% über generell 10 Jahre oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre in die Zukunft). Die Zeitperiode muss die Vergangenheit und die Zukunft einschliessen. Die Ursachen für die Reduktion sind möglicher Weise nicht umkehrbar UND nicht verstanden UND nicht verschwunden und basieren (spezifisch) auf einem der folgenden Punkte:
      A4a Direkte Beobachtungen
      A4b Ein dem Taxon angemessener Häfigkeitsindex
      A4c Eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes, eine geringere Verbreitung oder eine Verschlechterung des Lebensraumes
      A4d Effektive oder potentielle Grade der Ausbeutung
      A4e Den Effekten von eingeführten Taxa, Hybridisierung, Gifte, Umweltverschmutzung, Konkurrenten oder Parasiten
  B Geographische Verbreitung in Form von entweder B1 (Mass der Verbreitung) oder B2 (Fläche des Verbreitungsgebietes) oder beide:
    B1 Ausbreitungsgebiet wird auf weniger als 20'000 km² geschätzt und Schäzungen deuten auf mindestens zwei von a-c:
      B1a Sehr stark fragmentiert oder nur maximal zehn Orten auffindbar.
      B1b Ein anhaltender Rückgang beobachtet, abgeleitet oder vorrausberechnet in einem der folgenden:
        B1b(i) Mass der Verbreitung
        B1b(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B1b(iii) Mass, Fläche und/oder Qualität des Habitats
        B1b(iv) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B1b(v) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
      B1c Extreme Fluktuationen in einem der folgenden:
        B1c(i) Mass der Verbreitung
        B1c(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B1c(iii) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B1c(iv) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
    B2 Ausbreitungsgebiet wird auf weniger als 2000 km² geschätzt und Schäzungen deuten auf mindestens zwei von a-c:
      B2a Sehr stark fragmentiert oder nur an maximal zehn Orten auffindbar.
      B2b Ein anhaltender Rückgang beobachtet, abgeleitet oder vorrausberechnet in einem der folgenden:
        B2b(i) Mass der Verbreitung
        B2b(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B2b(iii) Mass, Fläche und/oder Qualität des Habitats
        B2b(iv) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B2b(v) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
      B2c Starke Fluktuation in einem der folgenden Punkte:
        B2c(i) Mass der Verbreitung
        B2c(ii) Fläche des Verbreitungsgebietes
        B2c(iii) Zahl der Populationen und Subpopulationen
        B2c(iv) Zahl der geschlechtsreifen Individuen
  C Populationsgrösse wird auf weniger al 10'00 geschlechtsreife Individuen geschätzt und entweder:
    C1 Ein zu erwartender, anhaltender Rückgang von mindestens 10 % innerhalb von zehn Jahren oder drei Generationen (die längere Zeitspanne wird gewählt, Maximum 100 Jahre in die Zukunft) ODER
    C2 Ein beobachteter, erwarteter oder abgeleiteter Rückgang der Zahl geschlechtsreifer Individuen UND mindestens eines der folgenden (a-b):
      C2a Populationsstruktur in der folgenden Form:
        C2a(i) Keine Subpopulation enthält geschätzt mehr als 1000 geschlechtsreife Individuen ODER
        C2a(ii) Alle geschlechtsreifen Individuen in einer Subpopulation.
      C2b Extreme Fluktuation der geschlechtsreifen Individuen.
  D Populationsgrösse sehr klein oder beschränkt in einem der folgenden:
    D1 Populationsgrösse wird auf weniger als 1000 geschlechtsreife Individuen geschätzt
    D2 Population auf sehr eingeschränkter Fläche (typisch sind weniger als 20 km²) oder die Anzahl der Fundorte (typisch fünf oder weniger) sind sehr empfindlich bezüglich menschlicher oder zufälliger Einflüsse. Die Populationen können innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne in einer unsicheren Zukunft stark gefährdet werden und sind somit in Gefahr, innert kürzester Zeit kritisch gefährdet zu werden oder auszusterben.
  E Quantitative Analysen zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit des Aussterbens in der Wildnis mindestens 10 % in 100 Jahren ist.
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NT Ein Taxon ist Potentiell Bedroht, wenn es nach den Kriterien für Kritisch Gefährdet, Gefährdet und Verletzbar beurteilt wurde, ihnen momentan zwar noch nicht genügt, aber fast genügt oder in naher Zukunft genügen wird.
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LC Für ein Taxon gelten Gerinste Bedenken, wenn es nach den Kriterien für Kritisch Gefährdet, Gefährdet, Verletzbar und Potentiell Bedroht beurteilt wurde und sie auf das Taxon nicht zutreffen. Weit verbreitete und zahlenmässig grosse Taxa gehören in diese Kategorie.
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DD Für ein Taxon gilt Fehlende Daten, wenn nur ungenügende Informationen vorliegen, um auf Grund der Verbreitung und/oder dem Zustand der Population eine direkte oder indirekte Bewertung eines Risikos zu erstellen. Ein Taxon dieser Kategorie kann zwar gut untersucht und seine Biologie bekannt sein, Daten zur Verbreitung und Häufigkeit fehlen jedoch. Fehlende Daten ist deshalb keine Bedrohungs-Kategorie. Das Erscheinen eines Taxons in dieser Kategorie bedeutet, dass mehr Informationen benönigt werden und dass weitere Untersuchungen möglicher Weise zeigen werden, dass das Taxon einer Bedrohungs-Kategorie zugeordnet werden könnte. Es ist wichtig, alle verfügbaren Daten positiv zu nutzen. In vielen Fällen sollte mit grosser Vorsicht zwischen der Kategorie Fehlende Daten und Bedrohungs-Kategorien entschieden werden. Falls der Lebensraum des Taxons relativ begrenzt ist und seit der letzten Aufzeichnung eine längere Zeitspanne liegt, kann durchaus ein Status Bedroht angebracht sein.
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NE Ein Taxon gilt als Nicht Bewertet, wenn es noch nicht nach den Kriterien der Roten Liste bewertet wurde

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